Freiburg-Stühlinger

Polizei räumt besetztes Haus in der Guntramstraße 44

Simone Lutz, Gina Kutkat

Von Simone Lutz & Gina Kutkat

Sa, 08. Dezember 2018 um 17:50 Uhr

Freiburg

Die Polizei hat am Samstagnachmittag ein Haus in der Freiburger Guntramstraße geräumt. Aktivisten hatten es seit dem Morgen besetzt. Acht Personen müssen sich nun wegen Hausfriedensbruch verantworten.

Die Polizei war mit vielen Einsatzkräften vor Ort, um die Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Haus zu holen. Diese hatten das Haus in der Guntramstraße seit den frühen Morgenstunden besetzt. Sie wollten nach eigenen Angaben ein Zeichen gegen "horrende Mieten, Gentrifizierung und Verdrängung" setzen.

Die Räumung begann gegen 16 Uhr und endete eine knappe halbe Stunde später. Direkt am Hauseingang wurden einzelne Personen, die versucht hatten, den Zugang zu blockieren, zur Seite gedrängt. Anschließend durchsuchten die Polizisten das Haus in der Guntramstraße 44 und entfernten zahlreiche Barrikaden, die von den Aktivisten aufgebaut worden waren.

Im Gebäude hielten sich zu dem Zeitpunkt acht Personen auf. Die Polizei nahm die Personalien der Aktivistinnen und Aktivisten auf und nahm sie mit aufs Polizeirevier. Diese Personen müssen sich nun wegen Hausfriedensbruchs verantworten. Der Hauseigentümer hatte einen Strafantrag gegen die Personen gestellt, die unberechtigt in das Haus eingedrungen waren. Die Räumung verlief ansonsten friedlich.

Vor dem Haus hatten sich den ganzen Tag über Zuschauer versammelt, es handelte sich um vorwiegend junge Leute.Die Polizei zählte am Nachmittag etwa 70 Personen. Als die Polizisten die Transparente und Plakate von dem Haus entfernten, ernteten sie Buhrufe und Pfiffe. Wie die Aktivistinnen und Aktivisten auf einer Pressekonferenz zuvor ankündigten, war die Hausbesetzung in der Guntramstraße nur der Auftakt einer ganzen Reihe von Besetzungen im Stadtgebiet.

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