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17. August 2009 17:27 Uhr

Freiburger Bergradrennen

950 kleine Könige auf dem Schauinsland

Nicht nur Rennradler starteten beim "Schauinslandkönig": auch Einradfahrer, Handicapsportler, Inlineskater und Tandems.

  1. Bergfest: 1000 feiern auf der Schauinsland-Passhöhe 1200 Meter über dem Meer. Foto: RITA EGGSTEIN

Auch wenn die Rennrad-Cracks der Region den dritten "Schauinslandkönig" dominiert haben, so war er doch auch wieder ein Rennen für Jedermann und jede Frau. 950 machten sich am Sonntag auf den 11,5 Kilometer langen Weg zur Passhöhe des Hausbergs. 855 erreichten das Ziel mit Rennrädern, MTBs und Trekkingbikes. Daneben starteten aber auch Einrad- und Tandemfahrer sowie Inlineskater, Handicapsportler und Familien mit Kinderanhänger. Der jüngste Teilnehmer war 9, der älteste 77 Jahre alt.

Florian Link wiederholt seinen Sieg

"Was ich toll finde, sind die großen Leistungsunterschiede", sagte Bastian Oliver König, Radsportexperte und Startsprecher im Bereich des Bohrer. König kommt viel herum bei Radrennen in der Region. Was ihn in Freiburg begeisterte, war die Vielfalt: "Handicapsportler starten nach Tandemfahrern, Rennrad-Cracks nach Inlineskatern." Die Entscheidung an der Spitze war eigentlich keine: Vorjahressieger Florian Link, Student und Mitglied der RIG Freiburg, entschied die Einzelwertung abermals für sich. Er unterbot seinen eigenen Rekord noch einmal um 10 Sekunden und erreichte in 29:04 Minuten den Zielstrich auf 1200 Höhenmetern. Es folgten Andreas Miller (30:22) und Artjom Gräfenstein (TU Clausthal/30:28). Schnellste Frau war Simone Schwarz, die für die Uni Freiburg startete, in 37:30 Minuten. Zum Vergleich: Der langsamste Fahrer erreichte nach genau 2:47,02 Stunden das Ziel.

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Darüber hinaus gab es bei dem von Alexander Lang organisierten Einzelzeitfahren aber auch Wertungen für Teams und spezielle Fortbewegungsmittel. Die Mannschaft "WG Freiburg 1", wiederum mit Florian Link an der Spitze, gewann die Teamwertung. Die größte Mannschaft bildeten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ("Fraunhofer ISE 1"). Gleich 39 Frauen und Männer erreichten hier das Ziel. Stefan Haug, der mit Abstand beste Mann beim ISE, benötigte 32:44 Minuten. "Wir sind sehr stolz, dass wir eine so große Mannschaft auf den Berg bringen konnten. Jeder, der das Ziel erreicht hat, ist ein kleiner König", sagte Haug. Insgesamt hatten sich 31 Mannschaften gebildet, darunter so offizielle wie Caritas International, Radlabor, Tri-Team Freiburg und Landratsamt, aber auch so illustre wie "Die Weingartenkurbler" und "Loire Gloire".

Zufriedener USC-Trainer

Johannes Helck aus Freckenfeld erreichte in 55:09 Minuten als Schnellster von sieben Startern auf dem Einrad das Ziel. Yannick Reich von der RIG Freiburg gewann die Tandemwertung (41:12). Schnellster Inlineskater war Jens Kohler vom Speedteam der Freiburger Turnerschaft (52:46). Der unterschenkelamputierte Radrennfahrer Jürgen Kallfass aus Aarau (Schweiz) führt die Handicap-Wertung an (44:15). Martin Schmidtke von der MTG Mannheim erreichte in 48:07 mit dem Kinderanhänger das Ziel. Gewinner der erstmals ausgetragenen deutschen Hochschulmeisterschaft im Bergzeitfahren war einmal mehr Florian Link. Aber auch Sportuni-Dozent Harald Janson glänzte auf dem Rad. Der Trainer der Erstliga-Basketballerinnen beim USC Freiburg wollte die 800 Höhenmeter in 45 Minuten überwinden, "und das habe ich geschafft. Ich bin super zufrieden."

Fotostrecke: Die Krönung des Schauinslandkönig

Autor: Andreas Strepenick