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11. November 2017

Apps für Autofahrer

Digitale Helfer für die Hosentasche arbeiten auch im Fahrzeug.

  1. Apps unterstützen Autofahrer unter anderem bei der Navigation und bei der Parkplatzsuche. Foto: Karolin Krämer (dpa)

Nicht nur in den meisten Hosentaschen steckt heute ein Smartphone. Auch über oder am Armaturenbrett klemmt oft eins. Mit an Bord: Apps, die Autofahrern das Leben erleichtern. Etwa beim Navigieren, bei der Parkplatzsuche oder der Pannenhilfe.

Laut dem Digitalverband Bitkom benutzen aktuell rund 54 Millionen Deutsche ein Smartphone – das sind 78 Prozent der Bevölkerung. Tendenz steigend. Für 80 Prozent der Nutzer erleichtert das Gerät den Alltag. Auch im Auto ist es kaum mehr wegzudenken, 36 Prozent verbinden es mit ihrem Wagen. 64 Prozent nutzen es im Auto als Navi, und jeder dritte Autofahrer lässt sich unterwegs per Internet vor Staus warnen.

Doch Vorsicht: "Apps sollten vor allen Dingen nicht während der Fahrt ablenken. Ideal sind eine Sprachsteuerung oder eine Integration mit Apple Car-Play beziehungsweise Android Auto", sagt ein ADAC-Sprecher. Am besten daher die Apps vor der Fahrt aktivieren oder programmieren.

Hersteller wie BMW oder Mercedes bieten eigene Apps für Kunden an. Damit lässt sich etwa nachsehen, wo das Auto steht und ob es verriegelt ist. Oder man lässt sich die Füllstände von Motoröl, Tank oder die Batteriekapazität und Restreichweite anzeigen. Auch das direkte Senden der Zieladressen aus dem Handy an das Navi oder die Benachrichtigung über die optimale Startzeit ist möglich.

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Doch nicht alle Apps sind empfehlenswert: Christine Steffen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät, bei der Nutzung darauf zu achten, welche Daten abgefragt werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden. Zudem könnten bei der Synchronisation von Diensten wie SMS ebenfalls personenbezogene Daten übermittelt werden. Hier lohne es sich zu prüfen, welche Anbieter auf welche Daten zugreifen und diese verwenden dürfen.

"Skeptisch sollte man sein, wenn der Anbieter auf die eigenen Kontakte zugreifen möchte", sagt Steffen. Ist die Funktion nicht für den Dienst erforderlich, sollten Nutzer prüfen, ob sie diese deaktivieren und damit die Datenweitergabe verweigern können.

Über Geschwindigkeitskontrollen und Blitzer warnen andere Apps. Eine Community füttert die App mit Kontrollen und Blitzer. Prinzipiell sind solche Apps nicht verboten. Obwohl die Straßenverkehrsordnung die Verwendung von Geräten zur Abwehr oder zum Schutz vor Radarkontrollen verbietet, sind Smartphones von dieser Regelung nicht betroffen, da sie nicht zu diesem Zweck entwickelt wurden. Nur dürfen Autofahrer die Apps in Deutschland nicht nutzen. Das kann allerdings der Beifahrer übernehmen. Eins dürfen Fahrer generell nicht tun: Das Smartphone während der Fahrt in die Hand nehmen. Als Navi dürfen sie es also nur nutzen, wenn das Gerät mit einer Halterung im Auto angebracht ist.

Autor: Fabian Hoberg (dpa)