Auf eigenen Wegen

Hans-Henning Kiefer

Von Hans-Henning Kiefer

Sa, 16. Dezember 2017

Auto & Mobilität

Mazda arbeitet an neuen Verbrennungsmotoren.

Mazda geht schon immer eigene Wege – nicht nur in Sachen Design, sondern auch in der Technik. Dabei setzt der japanische Autobauer auch in Zukunft auf Verbrennungsmotoren, die unter dem Namen "Skyactive" unter der Haube arbeiten – zunehmend effizienter, verbrauchsärmer und schadstoffärmer. Ein Beispiel dafür ist der seit diesem Jahr neue Mazda CX-5, der nun mit der neuen Top-Motorisierung als Skyactiv-G 194 mit Zylinderabschaltung (Verbrauch: 7,1 l/100 km, CO2: 162 g/km) zu haben ist. Die Zylinderabschaltung deaktiviert im Niedriglastbereich – etwa beim Fahren mit konstantem Tempo – die beiden äußeren Zylinder: eine insbesondere bei geringen Fahrgeschwindigkeiten effektive Maßnahme zur Verbrauchseinsparung. Bei konstant gefahrenen 40 km/h soll der Kraftstoffverbrauch durch diese Maßnahme um rund 20 Prozent sinken, bei konstant 80 km/h sind es rund 5 Prozent.

Spürbar ist das nicht und es gibt auch keine Information für den Fahrer, wann zwei oder vier Zylinder den 194 PS (143 kW) starken SUV antreiben. Unnötig, findet Mazda, Hauptsache die Technik geht unspür- und unhörbar zu Werke. Und für eine geringere Geräuschentwicklung wurde ebenfalls an der Motortechnik gefeilt. Mit dem neuen Aggregat unter der langen Haube wird der CX-5 noch mehr zu einem angenehmen Reisebegleiter: Gleichmäßiges Fahren schätzt er mehr als Spitzengeschwindigkeiten. Zunächst gibt es den Mazda CX-5 Skyactive-G 194 nur in der Top-Austattung "Sports-Line". Da sind dann nicht nur Allradantrieb und ein etwas träges 6-Stufen-Automatik-Getriebe inklusive, sondern auch Matrix-LED-Scheinwerfer, Navi und Infotainment, elektrische Heckklappe, Bose-Soundsystem und wesentliche Assistenzsysteme für 37 790 Euro inklusive.

Ein Benziner mit Kompressionszündung

Und bei Mazda tüffteln sie weiter: Das Unternehmen plant unter anderem die Einführung einer neuen Motorengeneration namens Skyactive-X im Jahr 2019. Dabei handelt es sich um den weltweit ersten Serien-Benzinmotor, der wie ein Dieselmotor mit Luftüberschuss und Kompressionszündung arbeitet. Darüber hinaus will Mazda den Dieselmotor weiterentwickeln (nächste Generation Skyactive-D ab 2020) sowie ab 2019 stufenweise teil- oder vollelektrische Fahrzeuge einführen. Und ein Mazda mit Wankelmotor – fünf Jahre nach dem Ende des RX – ist auch nicht mehr auszuschließen.