Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

12. März 2016

Reute

Die Eichmattenschule plant eine Kooperation mit der Esther-Weber-Schule

Die Eichmattenschule in Reute hat ein viel zu großes Schulgebäude und plant eine Kooperation mit der Esther-Weber-Schule .

  1. Für die einzügige, also vier Klassen umfassende Grundschule ist das Gebäude der Eichmattenschule Reute viel zu groß. Auch wenn die Räume abends von vielen Gruppen genutzt werden, könnte tagsüber, wenn es nach der Schulleitung geht, ein Klassenzimmer abgegeben werden. Foto: Benedikt Sommer

REUTE. Nach dem Ende der Werkrealschule hat die Gemeinde das Problem, dass sie über ein viel zu großes Schulgebäude für die vier Klassen der Grundschule verfügt. Schulleiterin Alexandra Kexel stellte in der jüngsten Gemeinderatsitzung erste Ideen für ein neues Nutzungskonzept vor. Zwar steht die Planung noch am Anfang, nach einer "Elefantenrunde" der Verantwortlichen der Schulen, des Schulamts, der Gemeinden und des Bauamts Ende Februar wird aber davon ausgegangen, dass der Gemeindeverband zustimmt.

Unabhängig von der noch in der Gemeinde stattfindenden Abfrage, ob in Reute Interesse an einem Ganztagesschulangebot besteht, verfügt die Eichmattenschule über ein Raumangebot, das den Bedarf vor Ort bei weitem überschreitet. Auf Initiative von Alexandra Kexel und Heiderose Rübling, der Direktorin der Esther-Weber-Schule in Wasser, soll nun bei der Umsetzung des neuen Schulgesetzes, das ein gemeinsames Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung anstrebt, eine "kooperative Organisationsform" geschaffen werden.

Eine Besichtigung des Schulgebäudes ergab, dass bis auf geringe, ohne größeren Aufwand einzurichtende Ergänzungen im Sanitärbereich, aus baulicher Sicht keine Bedenken bestehen, da das Untergeschoss weitgehend barrierefrei zugänglich ist. Falls der Gemeindeverband nun diesen "ersten Planungen" (Rübling) zustimmt, soll nach den Sommerferien, vorerst für ein Jahr, eine Außenklasse der Esther-Weber-Schule nach Reute kommen. Die sechs bis acht Schüler der dritten Klasse werden dann von zwei Lehrkräften der Schule aus Wasser unterrichtet, die auch die zusätzlichen Einrichtungs- und Sachkosten übernehmen wird.

Werbung


Alexandra Kexel wünscht sich, dass die Schüler miteinander in Kontakt kommen, und kann sich beispielsweise einen gemeinsamen Musikunterricht vorstellen. Langfristig könnte in der Eichmattenschule dann auch Inklusion stattfinden, also gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung.

Bürgermeister Schlegel wies auf die noch offene Entscheidung hin. "Letztlich muss das, was wir hier machen, in das Gesamtschulkonzept des Verbandes passen", so Schlegel. Im Gemeinderat stieß das Kooperationskonzept bei den Fraktionen auf allgemeine Zustimmung und wurde mit Kommentaren wie "ökonomisch sinnvoll" bis "spannend" aufgenommen.

24 bis 30 Flüchtlinge leben in Reute – das wechselt

Bürgermeister Michael Schlegel informierte über den Stand der Flüchtlingsunterbringung in Reute. Aktuell leben in der Gemeinde zwischen 24 und 30 Personen, "das schwankt fast täglich", so Schlegel. Die dezentral in Ober- und Unterreute untergebrachten Menschen werden von den Paten des seit 25 Jahren bestehenden Freundeskreis Asyl "hervorragend betreut". Auch wenn sich die aktuelle Situation etwas entspannt habe, sei die Gemeinde weiter auf der Suche, nach geeigneten Flächen und Immobilien. Hier würden gegenwärtig Verhandlungen geführt. Die Gemeinde plant gemeinsam mit den Kirchengemeinden und dem Freundeskreis eine größere, eintägige Veranstaltung zum gegenseitigen Kennenlernen, die aber auf Grund des dichten Veranstaltungskalenders der Vereine voraussichtlich erst im Oktober stattfinden wird.

Als Nachfolger von Eugen Löw stellte sich Peter Joswig vor. Er wird zukünftig die Koordination der Arbeiten des "Freundeskreis Asyl" übernehmen

Der Gutachterausschuss der Gemeinde musste neu besetzt werden. Bis zum 31. Januar 2020 gehören diesem Ausschuss nun folgende Personen an: Klaus Deuringer (Vorsitzender), Johannes Claus Beck (Stellvertretender Vorsitzender), Werner Bauer, Brigitte Bubenhofer, Manfred Dages, Rolf Heiny und Carsten Müller.

Autor: Benedikt Sommer