Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

12. März 2014

48 Schüler leisten wieder Erste Hilfe

Schülersanitätsdienst am Georg Büchner Gymnasium startet mit hoher Beteiligung / Kooperation mit dem DRK und der Barma GEK.

  1. Startschuss für den Schulsanitätsdienst: Petra Himken vom DRK mit den Schulsanitätern Max Stebner, Fabian Kruse und Falk Nitsche von der Barmer GEK Lörrach. Foto: Martin Herceg

  2. Während Lehrer Detlef Seidler (rechts) die gelben Warnwesten ausgibt, hat das „Starter-Kit“ bereits Platz im renovierten Sanitätsraum gefunden. Foto: Martin Herceg

  3. Foto: Martin Herceg

RHEINFELDEN. Ob ein verdrehter Fuß, Bauchschmerzen, Schnittwunde oder Prellung – der neu eingeführte Schulsanitätsdienst am Georg Büchner Gymnasium soll reagieren, wenn es in der Schule zum Notfall kommt. 48 Schülerinnen und Schüler haben sich dafür in den vergangenen Wochen vom Roten Kreuz ausbilden lassen. Am Dienstag wurde nun das Starter-Kit mit dem wichtigsten Rüstzeug für Erste Hilfe an die neuen Sanitäter übergeben.

"Ich bin einfach nur tierisch stolz darauf, dass wir endlich wieder einen Schulsanitätsdienst haben", sagte Schulleiter Hubert Wischnewski während der Einführung des Sanitätsdienstes. Vor zwei Jahren hatten Schüler schon einmal in Eigeninitiative einen Sanitätsdienst eingerichtet. "Dieser konnte nach ihrem Schulabschluss leider nicht weiter am Leben gehalten werden", so Wischnewski. In Kooperation mit dem DRK Kreisverband Bad Säckingen und der Barmer GEK Lörrach hat die Schule jetzt einen Neuanfang gewagt: 48 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8, 9 und 10 wurden dafür in den letzten Wochen vom Deutschen Roten Kreuz erfolgreich zu Ersthelfern ausgebildet.

Werbung


Von der hohen Resonanz seiner Schüler auf das Angebot des DRK ist Geschichtslehrer Detlef Seidler, verantwortlich für den Ablauf des Sanitätsdienstes an der Schule, beeindruckt: "Ich hätte nicht gedacht, dass sich so viele Schüler freiwillig melden." Organisatorisch sei die hohe Zahl der Ersthelfer Fluch und Segen zugleich. "Schon das Schreiben des Sanitäts-Dienstplans ist eine Herausforderung", sagte Seidler, der froh war, dass es am Dienstag endlich losging.

Auch Petra Himken vom DRK Kreisverband war von der Menge an freiwilligen Ersthelfer in Rheinfelden begeistert: "48 Schulsanitäter – das habe ich noch an keiner anderen Schule so erlebt", sagte die Rettungsassistentin. Für einige Schüler dürfte es auch eine Rolle gespielt haben, dass die Schulsanitäterausbildung den Erste-Hilfe-Kurs beim Führerschein ersetzt, glaubt Himken.

Im Bundesdurchschnitt erleidet etwa jeder elfte Schüler einen Schulunfall. "In so einem Fall muss schnell gehandelt werden. Unwissenheit bei der Erste-Hilfe-Leistung führen häufig dazu, dass entweder gar nicht oder zu spät geholfen wird", weiß Himken. In vielen Fällen kann den Verletzten vor Ort schneller geholfen werden, wenn in der Schule sofort ein Ersthelfer da ist.

Die erste Bereitschaftsschicht am Dienstag übernahmen die Neuntklässler Fabian Kruse und Max Stebner. "Etwas Bammel haben wir natürlich schon, aber wir fühlen uns gut gerüstet für den Ernstfall", sagte Stebner, der dennoch hofft, dass das Erste-Hilfe-Handy, mit dem er und Kruse ausgestattet wurden, nicht schon am ersten Tag klingeln wird.

SCHULSANITÄTSDIENST

Seit 2005 engagieren sich das Deutsche Jugendrotkreuz in Kooperation mit der Barmer GEK in der Kampagne "Schulsanitätsdienst". Zu der Erste-Hilfe-Ausbildung gehört nicht nur Theorie. In praktischen Demonstrationsübungen werden realistische Unfallsituationen nachgestellt, in denen die Erst-Helfer ihr neu erworbenes Wissen gleich anwenden können. Eine neu gegründete Schulsanitätsdienstgruppe erhält ein Start-Paket für die Erste Hilfe in der Schule. Das "Starter-Kit" enthält eine mit allen erforderlichen Verbandsmaterialien gefüllte Schulsanitätsdienst-Tasche und zwei Warnwesten.  

Autor: mhg

Autor: Martin Herceg