700 Zuhörer und Rock vom Feinsten

Martin Eckert

Von Martin Eckert

Mo, 10. Juli 2017

Rheinfelden

Bands zum Anfassen bei 13. Auflage von "Markhof rockt".

HERTEN. Zum 13. Mal hieß es am Samstag wieder bis spät in die Nacht "Markhof rockt", und zwar so richtig. Rund 700 Zuhörer waren aus der ganzen Region gekommen, um gemeinsam im Park hinter dem Markhof Rockmusik vom Feinsten zu hören. Und auch wenn es zu Beginn nicht so aussah, spielte auch das Wetter bis auf einen kurzen Nieselregen mit.

Dem bewährten Organisationsteam mit Heimleiter Peter Schneider, Anette Redemann, Cindy Verge-Mendez und Hanna Sallinger war es wieder einmal in unzähligen Stunden und mit viel Herzblut gelungen, ein tolles Rockfestival mit hochkarätigen Bands zu organisieren. Als Line up konnten die Bands Cornerstones (D) Velvet Two Stripes (CH) The Jackets (CH) Posh (CH) und Johnny-On-The-Spot (D) gewonnen werden. "Wir haben bereits im Dezember mit der Organisation begonnen. Wir achten immer streng auf die Qualität, bei uns gibt es auch keine Vorbands, sondern gleich von Anfang an hochkarätige Musik", erzählt Peter Schneider. Versucht wird dabei immer, eine gute Mischung mit Bands aus der Region, und internationalen Bands zu finden, die natürlich auch bezahlbar sein müssen. "Hautsache, sie spielen guten Rock", so Schneider.

Dabei bietet das kleine und gemütliche Gelände eine ganz besondere Atmosphäre und Bands zum Anfassen. Viele Besucher hatten es sich in dem kleinen Park auf Decken und mitgebrachten Stühlen unter den Bäumen gemütlich gemacht. Dabei war das Publikum bunt gemischt, egal ob behindert oder nicht behindert, junge Familien mit Kindern, Jugendliche oder auch schon etwas ältere Semester, es war alles vertreten. Im Gegensatz zu anderen Konzerten kommt man hier auch ohne Sicherheitskräfte, Absperrgitter oder sonstige Barrieren aus, so dass die Zuhörer direkt vor der Bühne Auge in Auge mit den Bands feiern können.

"Wir sind inzwischen sind ein fester Bestandteil im südländischen Festivalkalender und die Besucherzahlen haben sich ganz gut eingependelt, was uns natürlich sehr freut und Planungssicherheit gibt", so Schneider. Es ist sogar so, dass die Veranstalter mittlerweile von Bands angefragt werden, ob sie bei dem Festival auftreten können. Mit den Jahren haben die Veranstalter aber auch ein Netzwerk aufgebaut, dass sie bei der Suche nach Bands unterstützt.

Die Idee, ein Musikfestival in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung zu veranstalten kam 2005 von Schülern, die dort ihre Ausbildung zum Heilerziehungspfleger absolvierten. "Für uns war Inklusion schon damals ein sehr wichtiges Thema. Wir wollten, dass die Einrichtung sich öffnet", so Schneider. Inzwischen kommen viele Besucher schon über Jahre immer wieder gern zu diesem Gemeinschaftserlebnis.

Fotos finden Sie im Internet unter : http://mehr.bz/markhofrockt