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15. Juli 2015 17:55 Uhr

Der Nachtklub sattelt um

Blauer Bock soll Spielothek werden

Der Blaue Bock, zwischen Karsau und Schwörstadt an der Bundesstraße 34 gelegener Nachtklub, soll jetzt zur Spielothek werden.

Ein entsprechender Antrag auf Nutzungsänderung liegt der Verwaltung vor. Die Entscheidung liegt letztendlich bei der Stadt, die Baurechtsabteilung hat keine Bedenken, jedoch soll auch das Ordnungsamt an der Entscheidung beteiligt werden. Der Ortschaftsrat wurde in seiner jüngsten Sitzung angehört, der stimmte jedoch einstimmig dagegen, den "Blauen Bock" als Spielothek umzurüsten.

Bedenken gab es im Ortschaftsrat durchweg wegen des Klientels, das angezogen werden könnte, etwa Diebe (Uwe Wenk) oder Drogensüchtige (Uwe Tittmann). Zudem verwies Vanessa Edmeier darauf, dass die Suchtstatistik bundesweit einen Anstieg verzeichnet, mehr Spielsüchtige auch mehr Kosten für Suchtberatungsstellen bedeuten würden. Da der "Blaue Bock" an der Gemarkungsgrenze zu Schwörstadt liegt, sollen auch die Anwohner der Kraftwerkssiedlung angehört werden.

Der Blaue Bock wird seit mehr als vier Jahrzehnten als Nachtklub betrieben, er war einst der bekannteste Nachtklub am Hochrhein, in dem auch das Fernsehen schon zum Thema "Sexgeschäft an der Grenze" drehte. In den 80er Jahren unternahm die Stadt einen Anlauf, den Rotlichtbetrieb zu schließen, sogar der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim befasste sich mit dem Nachtklub. Weitere gerichtliche Auseinandnersetzungen gab es auch zum Punkt Förderung von Prostitution. Schlussendlich durfte der Club weiter betrieben werden, allerdings ohne Striptease-Vorführungen. Zuletzt hatte es mehrfach Besitzerwechsel gegeben.

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Autor: mtp, rs