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25. Juli 2011

Der Markhof rockt auch im Regen

Schirme schützen vor der Nässe und fördern vor allem die Kommunikation unter den Besuchern.

  1. Hier spielt die Musik, scheint dieser Besucher von „Markhof rockt“ dem Fotografen zu zeigen. Foto: Marius Jaeger

HERTEN. Am vergangenen Samstag wurde in Herten wieder Integration gelebt. Das "Markhof rockt"-Open Air fand bereits zum siebten Mal auf dem Parkgelände des Markhofs statt. Das Festival, das von Mitarbeitern angeregt und mit Peter Schneider aufgezogen wurde, hat das Ziel, dass Menschen mit und ohne Behinderung zusammenkommen und gemeinsam einen tollen Abend voller Musik verbringen können.

Das Festival ist in der Region eine Institution geworden, jedes Jahr kommen mehr Besucher. Vergangenes Jahr waren es um die 700, und Schneider hatte am Samstag ein gutes Gefühl, dass man es dieses Jahr erneut auf diese Zahl gebracht haben könnte.

Das Open Air begann bei akzeptablen Wetter um 17 Uhr und ging bis spät in die Abendstunden hinein. Auch wenn so manchem Festivalbesucher wettermäßig ein Strich durch die Rechnung gemacht wurde, als es nach vier Stunden Festivalbetrieb anfing zu regnen, war die Stimmung ansteckend gut.

"Das ist Open Air, da muss man damit rechnen, dass es mal regnet. Wir wussten ja schon, dass es wahrscheinlich regnen wird und haben deswegen ein paar Schirme mehr aufstellt", sagte Schneider. Die Schirme wurden nicht nur für den Schutz vorm Regen aufgestellt, sondern dienten auch einer wichtigeren Sache: dem Kontakt zu anderen Leuten. Man sammelte sich unter ihnen und kam sich dadurch noch näher, als es zuvor der Fall war, da viele nichtbehinderte Menschen große Berührungsängste haben, auch wenn sie es nicht zugeben.

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Doch nicht alle suchten bei dem Regen den schützenden Unterschlupf auf. Frei nach dem Motto: "Regen ist ein Grund, aber kein Hindernis" tanzten viele Gäste auch im strömenden Regen vor den auftretenden Bands, wie zum Beispiel der schweizerischen Band "No Mute". Auch andere, die nicht unbedingt große Rockfreunde sind, kamen.

Manche kamen zum Festival, weil der Partner gerne Rockmusik hört, und andere besuchten das Fest bereits zum siebten Mal, da sie Mitgründer des Open Airs sind. Auch wenn einige nicht wegen der Musik hingegangen sind, kamen fast alle aus demselben Beweggrund, zur Unterstützung der Idee und dem Ziel, was hinter der Veranstaltung steht: dem Zusammenleben und Zusammensein mit anderen Menschen.

Autor: Marius Jaeger