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20. Juli 2015

Ein Nachmittag der vielfältigen Möglichkeiten

Freundeskreis Asyl veranstaltet ein Sommerfest mit gemeinsamem Essen für Kinder und Erwachsene der Gemeinschaftsunterkunft.

  1. Ein vielfältiges Aktionsprogramm für die Kinder Foto: Danielle Hirschberger

  2. das gemeinsame Abendessen dann zum Abschluss des Sommerfestes des Freundeskreises Asyl. Foto: Danielle Hirschberger

RHEINFELDEN. Wohin zuerst? Mitmachzirkus, Spiele, Rollenrutsche, Gesichter schminken oder doch lieber zuerst einen Ballon aus der großen Gasflasche? Die Kinder der Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft erlebten einen ungewöhnlichen Nachmittag, ermöglicht durch den Freundeskreis Asyl. Den ganzen Tag arbeiteten Christine Wallaschek, Herwig Popken, Matthias Moeller und viele weitere Aktive, um den Familien ein heiteres Sommerfest zu schenken. Höhepunkt war die Ankunft des Hähnchenwagens als Zeichen für den Beginn des gemeinsamen Abendessens.

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt eröffnete das Sommerfest in drei Sprachen, in Deutsch, Englisch und Französisch. Er möchte den Menschen in der Gemeinschaftsunterkunft gute Voraussetzungen geben, aber dies sei sehr schwierig, wie er beschrieb. "Sie sind diejenigen, die die Schwierigkeiten bestens kennen", meinte er. Eberhardt bedankte sich beim Freundeskreis Asyl, "der sich immer für die Asylbewerber einsetzt".

Schon vor dem offiziellen Beginn des Sommerfestes hatte der Zirkus Karozi seine großen Tonnen und anderes Spielmaterial gebracht. Zirkuspädagoge Detlef Quay, Schulassistent Martin Volkmann und zwei ehemalige Schüler zeigten geduldig den ganzen Nachmittag über, wie Laufrohre, Lauffässer, Teufelsrohre, Diabolos, Rolarolas, Teller, Flaggen und Jonglierbälle gehandhabt werden.

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Auch Erwachsene gesellten sich zu den Zirkusleuten und probierten die Spielgeräte aus. Sie merkten schnell, dass die Hand-Auge-Koordination geübt sein will und dass der Umgang mit den Geräten Ausdauer und Konzentration erfordert. Detlef Quay entdeckte einige sehr talentierte Kinder, die er gerne in der Zirkusschule Spiedo in Herten sehen würde.

Familie Metz hatte Spiele wie Sackhüpfen und Büchsenwerfen vorbereitet, die Rollenrutsche lockte Kinder an, deren Gesichter im Lauf des Nachmittags zunehmend bunter wurden.

Als Schmetterlinge, Katzen oder Ungeheuer geschminkt erlebten die Kinder einen herrlichen Nachmittag mit viel Abwechslung. Die Trompetengruppe um Frank Amrein führte ihr Können vor und Tempus Fugit zeigte Szenen, in denen Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft mitspielten.
Am Abend kam der Hähnchenwagen und gegen die Abgabe eines vorher ausgeteilten Bons konnte jeder Bewohner ein halbes Hähnchen abholen.

Die Aktiven des Freundeskreises Asyl hatten Salate mitgebracht und die Familie Ritter Brot für 400 Menschen spendiert, für ein vielfältiges Abendessen in Gemeinschaft. Eine Riesenfreude bereitete der Eiswagen, dessen Mitarbeiter zum Abschluss jedem Bewohner eine Waffel voller Eiskugeln zusammenstellten, ganz nach den individuellen Wünschen.



Autor: Danielle Hirschberger