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01. August 2016

Internationales Leichtathletik-Nachtmeeting im Europastadion

Über 225 Athleten und über 400 Starts verliehen in internationaler Besetzung dem 28. Leichtathletik-Nachtmeeting im Europastadion eine ganz besondere Note. Ausrichter TV Rheinfelden konnte damit im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in Rio einen ganz besonderen Akzent setzen.

  1. Den Abschluss des Nachtmeetings bestritten die Läufer. Foto: Heinz Vollmar

International bekannte Athleten kamen, dies galt für die Teilnahme des Hochspringers Jamal Wilson von den Bahamas, der bei den Olympischen Spielen in Rio mit von der Partie sein wird und beim Nachtmeeting das Interesse des Publikums in besonderem Maße auf sich zog. Daneben gaben sich mit Jeffery Josephs aus Jamaika, Edward Trey Hadnot und Gregory Turner aus den USA sowie Adam Harris aus Guayana international renommierte Sprinter ein sportliches Stelldichein, das es in Rheinfelden in dieser Qualität bisher nicht zu sehen gab. Ein besonderes Augenmerk lag so auch auf der US-Sprinterin Tawana Meadows, die über die 100-Meter-Distanz Bahnrekord lief und die übrigen Sprinterinnen auf die Plätze verwies.

Regionale Athleten sorgen auch für Erfolge

Es waren aber auch regionale Erfolge zu verzeichnen. Neben den Topathleten war auch das Teilnehmerfeld aus der Regio und aus den Leichtathletikzentren aus dem gesamten südbadischen Raum bestens bestellt und die Zuschauer erlebten auch auf der viel kleineren, nationalen Ebene zahlreiche Erfolge von jungen Teilnehmern. Beispielhaft zu nennen sind in diesem Zusammenhang der Hochspringer Jefferson Lambelet vom TV Grenzach, der 1,96 Meter übersprang oder auch die Rheinfelder Speerwerferin Lisa Kokoschka, der Hochspringer Luis Franke und Kugelstoßer Johannes Redmann. Sie alle gaben eine Kostprobe ihres Könnens ab und starteten in den Disziplinen, Kugelstoßen, Weit-und Hochsprung, Stabhochsprung, Speerwerfen und den Sprintdisziplinen.

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Dass das 28. Nachtmeeting etwas ganz Besonderes war, darauf wies auch Thomas Rist vom TV Rheinfelden hin. Er sagte, dass die international bekannten Athleten vor einer Woche angefragt hatten, ob sie an den Wettkämpfen teilnehmen können. Sie weilen derzeit in einem Trainingscamp in Straßburg und hatten dadurch eine relativ kurze Anfahrt. Insofern bezeichnete Thomas Rist diese Chance auch als Höhepunkt beim 28. Nachtmeeting, was sich am Freitag auch in den Zuschauerzahlen bemerkbar machte. Besonders erfreut zeigte sich Thomas Rist darüber, dass der TV Rheinfelden ein so international renommiertes Teilnehmerfeld überhaupt anbieten konnte.

TV appelliert an Stadt, das Europastadion zu sanieren

Dass das Europastadion und seine Wettkampfeinrichtungen aber dringend saniert werden müssen, wurde dabei aber auch deutlich. Nicht zufrieden zeigten sich die Veranstalter mit dem Zustand der Wettkampfeinrichtungen wie den Bahnen rund um das Hochsprungfeld und der Sprinterbahn. Nicht nur Thomas Rist erinnerte daran, dass die Bahnen dringend sanierungsbedürftig sind, sondern auch Stadionsprecher Gerhard Klaus.

Er sagte über Stadionlautsprecher, dass es nach 28 Jahren völlig normal sei, dass die Startbahnen und andere Einrichtungen dringend saniert gehörten. Wenn dies nicht geschehe, sei es nicht sicher, ob man das Leichtathletikereignis noch in den kommenden Jahren anbieten könne. Thomas Rist stellte zwar ein 30. Meeting noch in Aussicht. Was danach geschehe, wenn das Europastadion nicht saniert werde, stehe jedoch in den Sternen. Noch deutlicher brachte es Gerhard Klaus zum Ausdruck. Er appellierte an die Stadt, auch Sportarten wie die Leichtathletik bei den Investitionen zu berücksichtigen.

Das Nachtmeeting wurde mit den 5000-Meter-Läufen beendet und stellte die Veranstalter auch vor eine logistische Herausforderung. Der Turnverein Rheinfelden wurde beim Stabhochsprung-Wettkampf vom TuS Lörrach-Stetten unterstützt. Am ende lobten alle die gute Organisation.

Weitere Fotos unter http://mehr.bz/nachtmeeting

Autor: Heinz Vollmar