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23. April 2014

Kinder vergnügen sich auf der Ranch

Bewohner der Sammelunterkunft freuen sich über Einladung.

  1. Ab die Post! Mit der Pferdekutsche fahren die Kinder durch Herten. Foto: Danielle Hirschberger

  2. Emina (Bild links, links) und Merijama mit Stute Arabelle. Vor dem Reiten muss jedes Pferd geputzt werden. Foto: Danielle Hirschberger

  3. Foto: Danielle Hirschberger

HERTEN. In der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber ist Tierhaltung nicht möglich, die Kinder haben, so lange sie dort untergebracht sind, keinen Zugang zu Tieren. Auf Einladung der Markhof-Ranch durften nun zwölf Kinder die dortigen Pferde kennenlernen. Zwischen Wyhlen und Herten ermöglicht der 1997 gegründete Förderverein therapeutisches Reiten für Menschen im St. Josefshaus. Aktive vom Freundeskreis Asyl begleiteten die jungen Gäste, Reittherapeutin Martina Rüdinger und ihr Team bereiteten den Kindern einen unvergesslichen Nachmittag.

Jedes Reiten beginnt mit der Pferdepflege, also bekamen die Kinder erst einmal eine Bürste in die Hand gedrückt. Die Schwarzwälder Kaltblüter Alfie und Illi zogen die Kutsche, der Haflinger Wallach Apollo und die Freiberger Stute Arabelle gingen zum Reiten in die Bahn. Alle mussten gebürstet, gestriegelt und entsprechend ihrer Aufgabe angeschirrt werden. Ganz Mutige unter den Asylbewerberkindern kratzten sogar die Hufe aus und die zehnjährige Njomza flocht Apollos Schweif zu einem dicken Zopf. Während dem Abarbeiten dieser Aufgaben verloren die Kinder die Scheu vor den mächtigen Tieren.

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Petra Frank-Schweikert und Wolfgang Peter chauffierten die Besucher durch Herten, dabei durfte jedes der acht- bis zwölfjährigen Kinder einmal vorne auf dem Kutschbock sitzen. Corinna Siebold, Alexandra Weis und Finja Decker unterstützten Reittherapeutin Martina Rüdinger in der Bahn. Dazu mussten alle kleinen Reiter einen Helm aufsetzen – auch mit Kopftuch. Obwohl alle Akteure großen Respekt vor den noch größeren Tieren hatten, gab es doch viel befreiendes Lachen – die Kinder strahlten, sie wollten gar nicht mehr vom Rücken der Pferde runter. Runde um Runde musste das Team mit den Pferden und den Kindern laufen, dabei gab es Gymnastik und Spaß zugleich.

Am Ende nach zwei vergnüglichen wie interessanten Stunden erhielten die vier Therapiepferde Möhren und jedes Kind ein Hufeisen zur Erinnerung an einen außergewöhnlichen Nachmittag, ermöglicht durch das ehrenamtliche Engagement des Teams der Markhof-Ranch.

Autor: Danielle Hirschberger