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28. Oktober 2015

Marode Toiletten bleiben ein Ärgernis

Stadt plant 2016 Maßnahmen von fast 2,8 Millionen Euro an den Schulen / Rektoren im Schulbeirat vermissen die Kommunikation.

  1. Der Schulbeirat: Die Rektoren der Rheinfelder Schulen und Gesamtelternbeiratsvorsitzender Thomas Wild (rechts) erwarten sich von der Stadt bei Unterhalt und Investitionen mehr Offenheit. Foto: Ingrid Böhm-Jacob

  2. An der Gertrud-Luckner-Realschule gibt es einigen Handlungsbedarf: Vor allem die 50 Jahre alten Toiletten sorgen für Verärgerung. Foto: Ingrid Böhm-Jacob

RHEINFELDEN. 2,75 Millionen Euro plant die Bauverwaltung im kommenden Jahr für die Schulen in der Stadt einzusetzen. Darin sind eine knappe halbe Million für Wartungen und Renovierungen enthalten. Die Summe hört sich beachtlich an und liegt um 15 Prozent über dem Vorjahr. Dennoch stellt der Maßnahmen- und Investitionsplan die Schulleiter nicht wirklich zufrieden. Kritische Stimmen waren im Hauptausschuss aus dem Schulbeirat auch zu der Bedarfsabstimmung und Miteinander mit der Verwaltung zu hören.

Investitionsstau und

marode Toiletten
Hubert Wischnewski vom Georg-Büchner-Gymnasium kritisierte, dass sich die "Schulleiter wie Bittsteller" vorkommen, obwohl sie die Interessen vieler Schüler vertreten, sein Appell: "Ich erwarte mir von der Stadt mehr Offenheit". Birgit Barth von der Gertrud-Luckner-Realschule konnte nicht nachvollziehen, dass die Erneuerung der 50 Jahre alten "maroden Toiletten kein Thema sind". Die geschäftsführende Rektorin der Schulen nahm zwar zu Kenntnis, dass 277 000 Euro im nächsten Jahr im Unterhalt für die Realschule geleistet werden und das auch "nicht wenig" sei. Sie stellt aber neben dem Riesenproblem Fenster, das jetzt gelöst werden soll, auch Handlungsbedarf bei den Toilettenanlagen fest. "Wenn sie Schüler und Eltern fragen, sind sie furchtbar", antwortete sie auf die Frage von Karin Reichert-Moser. Immer wieder höre sie deshalb von Schülern: "Wir warten bis wir nach Hause gehen". Karin Reichert-Moser war nicht allein im Ausschuss mit der Meinung: "Es wäre gut, da was zu tun". Denn auch Eichendorff-Schulleiter Wolfgang Schwander bestätigte das Defizit mit dem Hinweis, dass er jüngst in der Realschule zu Gast gewesen sei und die Toiletten gesehen habe aus seiner Schulzeit, als das Gebäude noch Gymnasium war: "Ich habe mich noch ausgekannt".

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140 öffentliche Gebäude

Mehr Austausch der Interessen
Auch für die Jahre 2017 bis 2019 sieht das Gebäudemanagement Unterhaltsmittel von knapp 3,9 Millionen Euro für die Schulen vor und zusätzliche Investitionen von 6,6 Millionen Euro. Allein im kommenden Jahr ist über eine Million fürs Georg-Büchner-Gymnasium eingestellt. Damit wird die Rieseninvestition in neue Chemieräume und ein Personenlift bis zum oberstem Etage getätigt, ein Inklusionsprojekt. Klaus Weber (Christian-Heinrich-Zeller-Schule) bedauerte ebenso wie Gesamtschul-Elternbeiratsvorsitzender Thomas Wild, dass der Schulbeirat erst am Tag der Sitzung über geplante Maßnahmen durch die Verwaltung informiert wurde. Ein Vorgespräch zur Sondierung der Interessenlage wurde ebenso vermisst wie die Stadtverwaltung an einer Klausur mit Vertretern des Schulamts. OB Klaus Eberhardt sprach sich in der Sitzung dafür aus, dass die technische Infopanne ausgebügelt wird. Er gab den Schulleitern 14 Tage Zeit, Stellung zu nehmen und Anregungen vor der Haushaltsberatung einzureichen. "Das Rathaus arbeitet nicht gegen die Schulen, sondern für sie", erklärte er. Gleichzeitig warb er um Verständnis bei 140 öffentlichen Gebäuden in der Stadt "Die können wir nicht auf einen Schlag bearbeiten". Trotzdem verteidigte der OB das dezentrale Konzept. Es bewähre sich, obwohl es nicht einfach sei, damit umzugehen.

Der Leiter des Gebäudemanagements, Erik Fiss, erklärte zur Planung, dass es nicht nur eine Frage des Geldes sei, was gemacht werde, sondern auch der personellen Möglichkeiten und der betrieblichen Abläufe. Die logistische Abwicklung konzentriere sich vor allem auf Ferienzeiten, um den Unterricht nicht zu stören, aber auch die personelle Ausstattung der Bauverwaltung stoße an Grenzen.

Schulausgaben

Die EDV-Ausstattung der Schulen ist überaltert und muss erneuert werden. Für 2016 stellt die Stadtverwaltung knapp 97 000 Euro für Ersatzbeschaffungen ein. Die Verwaltung schlägt vor, die Kosten über fünf Jahre zu kompensieren.

Insgesamt sind für die Schulen nächstes Jahr 731 000 Euro an Sachkostenbeiträgen nach einem Verteilerschlüssel vorgesehen.

Bei der Schulsozialarbeit erhöht die Stadt ihren Zuschuss, die Gesamtkosten liegen bei 136 110 Euro.  

Autor: ibö

Autor: Ingrid Böhm-Jacob