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02. Februar 2016

Nur wenige wählen Musik als Leistungsfach

Konzert der Abiturienten mit Chor und Solisten / Vier Schüler der Abschlussklasse wählen Musik, sechs in der Jahrgangsstufe 11.

  1. Mathias Heftrich am Flügel mit dem Chörchen des vierstündigen Musikkurses der Jahrgänge 11 und 12 des Georg-Büchner-Gymnasiums. Foto: Sarah Nöltner

RHEINFELDEN. "Musik wird an unserer Schule geschätzt", sagt Mathias Heftrich, Musiklehrer am Georg-Büchner-Gymnasium Rheinfelden. Er freue sich, dass das Gymnasium den vierstündigen Musikkurs anbieten kann, auch wenn nicht viele Schüler Musik als Neigungsfach gewählt haben. Im diesjährigen Abiturjahrgang sind es vier Schüler, in der aktuellen Jahrgangsstufe 11 wählten sechs Schüler Musik, daher werden die beiden Jahrgänge zusammen unterrichtet. Und so ist das Konzert der Abiturienten auch eher ein Konzertchen, und der Chor, der aus beiden Jahrgangsstufen zusammengesetzt ist, ein Chörchen mit neun Sängern, ein paar waren krank.

Im März stehen für die vier Schüler aus der Jahrgangsstufe 12 die fachpraktischen Prüfungen an, das Konzert, bei dem die Prüflinge Teile ihres Programmes präsentieren, dient der Vorbereitung.

Das Abi-Chörchen unter Leitung von Mathias Heftrich eröffnete das Konzert mit einem sehr spontan wirkenden "California Dreaming" und guter Stimmung.

Querflötistin Victoria Burger spielte als erste Solistin in Begleitung von Musiklehrer Wolfgang Haller am Flügel. Ihr "Russisches Zigeunerlied" von Wilhelm Popp, ein Standardwerk der Querflötenliteratur, wirkte sorgsam vorbereitet.

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Im Duo mit Anna Meier spielte sie im Anschluss aus "Kunstflieger" von Michael Kreppel die drei Sätze "Libellen", "Schmetterlinge" und "Kleiber", jazzige Duos, die sich mit Bewegungsmustern der benannten Tiere beschäftigen. Die beiden Jugendlichen spielten klare Rhythmen, jazzig-frech, beschwingt, witzig und groovig. Aus einer Querflötensonate von Michel Blavet spielte Anna Meier einen langsamen Satz mit ganz viel Ruhe, Wärme und Weichheit und einen schnellen Satz, der schwungvoll und gleichzeitig durch eine Vielzahl kleinster Verzierungen verschnörkelt klang. Der übergeordnete Melodiebogen war trotz der Klangschnörkel immer schön herausgearbeitet.

Simon Buchart spielte auf seinem Saxophon zwei Sätze aus einer Telemann Sonate und einen Satz aus einem Concertino von Jean Baptiste Singelée, auch er wurde einfühlsam und sensibel von Wolfgang Haller begleitet. Ganz ohne Begleitung spielte Markus Wenzelmann auf seiner Gitarre zwei Präludien, eines von Bach und eines von Heitor Villa-Lobo. Letzterer schien ihm näher, das Präludium von Villa-Lobo wirkte lebendiger und durchdrungener, der Bach blieb ein wenig zu sehr an der Oberfläche.

Das Konzert beschloss wieder das Chörchen des Neigungskurses, diesmal mit "We are the world" und der Aufforderung ans Publikum, den Refrain mitzusingen.

Autor: Sarah Nöltner