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14. Dezember 2011

Rosen für Oslo geschmiedet

Franz Schitterer und Axel Becker schwingen den Hammer für ein großes Mahnmal in Norwegen.

  1. Selbstverständlich eine Herzenssache für die Nollinger Schmiede Franz Schitterer (links) und Axel Becker, bei dieser Aktion mitzumachen. In den Händen zwei der gefertigten Rosen für Oslo. Foto: Ingrid Arndt

RHEINFELDEN. Als Franz Schitterer und Axel Becker von der Schmiedezunft Nollingen von der weltweiten Aktion "Eine eiserne Rose für Oslo" durch Schweizer Freunde erfuhren, entschlossen sie sich sofort mitzumachen, und für den sozial sehr engagierten Verein war das ohnehin eine Herzenssache.

"Diese Wahnsinnstat beschäftigte uns enorm und tut es immer noch", betonten die beiden mit großer Betroffenheit. Die Kunstschmiede Tobbe Malm und Tone Mörk Karlsrund aus Norwegen wollen mit vielen Freunden und Mitstreitern ein vier Meter hohes Mahnmal errichten, das die Erde symbolisiert und auf der hunderte handgeschmiedete Rosen, ganz nach individueller Vorstellung gefertigt, "erblühen" sollen. Dafür suchten sie durch einen Aufruf via Internet Mitgestalter auf dem gesamten Globus.

Das Echo war grandios, tausende Schmiede beteiligten und beteiligen sich noch als Zeichen der Anteilnahme. Das Denkmal soll an die 77 meist jungen Opfer des Massakers am 22. Juli auf der Insel Utoya und in der Innenstadt von Oslo erinnern, deren Leben durch den Attentäter Anders Behring Breivik gnadenlos in kürzester Zeit beendet wurde.

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"Rosen stehen für Liebe, Toleranz, Hoffnung und gegen das Vergessen, sie stehen für gemeinsame Trauer mit allen Angehörigen und unserem Land", so die Idee der Initiatoren. Jede Rose wird anders aussehen, doch verbinden wird alle Beteiligten der Gedanke.

Faszinierend war es, den beiden erfahrenen Nollinger Schmieden dabei zuzuschauen, wie unter den eigentlich riesigen Hämmern so feine Gebilde wie die Blütenblätter "wuchsen" und sich rundeten, zusammengefügt mit Hilfe von Nieten, weiter der Stiel aus Vierkanteisen intensiv geformt, die Blätter geschickt modelliert, gemasert und angeschweißt wurden. Entstanden sind ohne jede Vorlage drei wunderschöne und in ihrer Form völlig natürlich aussehende Rosen mit halbgeöffneten Blüten. Allerdings von der Farbe her noch graubraun, weil sie diesbezüglich unbehandelt ihren Weg in den nächsten Tagen in den Norden antreten werden. Die Skulptur wird nach Fertigstellung einheitlich verzinkt.

Franz Schitterer und Axel Becker sind stolz darauf, einen kleinen Beitrag geleistete zu haben, und sie erwägen sogar, im nächsten Sommer, wenn das Mahnmal eingeweiht wird, dabei zu sein.

Autor: Ingrid Arndt