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15. Juni 2016

Schüler fühlen sich ernst genommen

WIE WAR’S EIGENTLICH für die Vertreter der Schillerschule bei der Woche der Umwelt in Berlin und beim Fairways-Preis des SC Freiburg?.

  1. Vor dem Schloss Bellevue in Berlin stellten Lehrer und Schüler der Schillerschule sich zum Erinnerungsfoto mit ihrer Projektwerbung auf: Gerold Limberger (von links), Manfred Schaffner, Alina Aselborn, Kevin Keller, Mustafa Kocer, Lisa Moreno de Simone und Vito Iapello Foto: Schillerschule

  2. Gerold Limberger (von links), Lisa Moreno de Simone, Lars Voßler und Mustafa Kocer bei der Verleihung des Fairways-Preises des SC Freiburg Foto: Schillerschule

RHEINFELDEN. Ein besonderes Ereignis war die Woche der Umwelt in Berlin für die Schillerschule. Zwei Lehrer und sechs Schüler stellten das Projekt Leuchtfeuer der einzigen Schule, die Bundespräsident Joachim Gauck und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mit knapp 200 Projektträgern dazu in den Park von Schloss Bellevue einluden, vor. Direkt nach ihrer Rückkehr aus der Hauptstadt wurde die Schillerschule für dieses Projekt auch noch im Schwarzwaldstadion mit dem Fairways-Preis des Fußballbundesligisten SC Freiburg ausgezeichnet.

Was hat den Schülern in Berlin

am besten gefallen?
Die Acht-, Neunt- und Zehntklässler kamen mit vielen Erinnerungen von den vier Tagen in Berlin, in denen sie strahlenden Sonnenschein hatten, zurück. Am Dienstag blickten sie mit ihren Lehrern Gerold Limberger und Manfred Schaffner in der Schule darauf zurück. Simon Schwald gefiel besonders das ausgiebige Gespräch mit Gaucks Lebensgefährtin Daniela Schadt, Alina Aselborn das Treffen mit Bundestagsabgeordnetem Armin Schuster und der Besuch im Kanzleramt, den dieser ihnen vermittelte. Mustafa Kocer stellte fest, wie schwierig es wegen der vielen Leibwächter ist, mit Gauck persönlich ins Gespräch zu kommen. Das gelang ihm zwar nicht. Ihm imponierte aber, dass OB Klaus Eberhardt sich die Zeit nahm, an zwei Tagen ebenfalls in Berlin zu sein. Kevin Keller freute sich über die Freiheit, die die Lehrer den Jugendlichen gaben, abends noch Sehenswürdigkeiten wie Alexanderplatz und Brandenburger Tor zu besichtigen.

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Wie reagierten die Besucher

des Stands auf die Präsentation?
"Wir wurden von den Besuchern an unserem Stand ernst genommen", stellte Projektvater Gerold Limberger fest. Sie seien regelrecht dankbar gewesen, von den Jugendlichen angesprochen worden zu sein. "Viele fanden es toll", sagt Alina Aselborn, "dass Schüler das Thema anderen Schülern rüberbringen." Die Vertreter der Schillerschule wurden dazu ermuntert, noch mehr Schulen als bisher in ihr Projekt einzubinden.



Wie beurteilen die Lehrer

die Reise nach Berlin?
Rektor Hans Peter Brugger freute sich besonders darüber, dass die Schillerschule als einzige Schule mit Unternehmen und Universitäten zur Woche der Umwelt eingeladen war. "Das finde ich außergewöhnlich und zeigt die außerordentliche Wertigkeit des Projekts Leuchtfeuer." 600 Bewerbungen hatte es gegeben; Sie stellten Projekte zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit unter besonderer Berücksichtigung der damit verbundenen wirtschaftlichen Möglichkeiten und Chancen zur Lösung globaler Umweltfragen vor, beispielsweise Möglichkeiten der Wärmedämmung und Elektroautos.

"Wir brachten das Projekt weit zum Leuchten", bleibt Gerold Limberger im Bild des Projektnamens. Ihm werde die Wertschätzung durch die Einladung in besonderer Erinnerung bleiben. Die Schüler hätten dem fachkundigen Publikum gut den Sinn ihres Projekts vermittelt. Für ihn und den stellvertretenden Schulleiter Manfred Schaffner war auch sehr wichtig, wie gut sie sich auf die Jugendlichen verlassen konnten. "Es machte uns sehr Spaß, wir konnten volles Vertrauen zu ihnen haben." Schaffner bemerkte zufrieden: "Um unseren Stand herum gab es auch welche von Unis, die weniger Betrieb hatten."

Wer unterstützte die Schillerschule?
Die Firma Umicore sponserte den Flug der Vertreter der Schule nach Berlin. Unterstützung bei der Gestaltung ihres Standes erhielten sie von der Stadtverwaltung sowie den Unternehmen Energiedienst und Tröndle Berger in Form von Sachspenden.

Für was vergibt der SC Freiburg

den Fairways-Preis?
Themenschwerpunkte der Projektträger müssen gemeinnützige und soziale Engagements in den Bereichen (Aus-)Bildung, Ökologie oder Integration sein. Die Schillerschule wurde bereits 2015 damit ausgezeichnet. Am Donnerstag bekam sie 1000 Euro der insgesamt 55 000 Euro Fördersumme erneut für ihr Projekt Leuchtfeuer. Co-Trainer Lars Voßler überreichte den Vertretern der Schillerschule den Preis im VIP-Bereich des Schwarzwaldstadions. Hervorgehoben wurde dabei die soziale Komponente mit dem Stärkeansatz des Projekts Leuchtfeuer.

Autor: Peter Gerigk