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18. Oktober 2014

Schülerinnen helfen, Energie zu sparen

Ministerium zeichnet die Umweltmentoren der Gertrud-Luckner-Realschule Rheinfelden.

  1. Ausgezeichnet: die Umweltmentorinnen Sophie Wassmer (links) und Stefanie Büsing mit Ministerialdirigent Martin Eggstein Foto: Sarah Nöltner

RHEINFELDEN. Stefanie Büsing und Sophie Waßmer, zwei Schülerinnen der Gertrud-Luckner-Realschule Rheinfelden, wurden Anfang Oktober in Stuttgart als Umweltmentorinnen ausgezeichnet. Vorausgegangen war ein Schuljahr lang die Auseinandersetzung mit dem Thema Energiesparen sowie viel Engagement und Fortbildungen im Rahmen des landesweiten Programmes "Schülermentoren für Natur- und Umweltschutz".

Anstoß war unter anderem das 50/50-Projekt der Stadt Rheinfelden, mit dem die Stadt öffentliche Einrichtungen zum Energiesparen motivieren will. Lehrer Carsten Kuck stellte den Schülern das Programm des Ministeriums für Kultur, Jugend und Sport sowie des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vor, und die beiden Schülerinnen entschieden sich voller Neugier und Tatendrang, daran teilzunehmen. Ihre Motivation Umweltmentor zu werden, beschreibt die 14-jährige Sophie Waßmer mit dem Wunsch, sich zu engagieren und etwas Sinnvolles für ihre Schule tun zu wollen.

Lehrer Kuck erzählt, die Schülerinnen hätten während des Programmes sehr selbstständig agiert. Viel mehr als ein Ansprechpartner sei er während des vergangenen Schuljahres für sie nicht gewesen. Die 15-jährige Stefanie Büsing bestätigt dies und erzählt, es sei auch alles sehr gut organisiert gewesen. Sei hätten z. B. für die Fahrten zu den Fortbildungen die fertigen Reiseunterlagen und genaue Angaben zur Übernachtungsmöglichkeit im Voraus von den Organisatoren des Programmes erhalten.

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Was genau haben die Schülerinnen in ihrer Schule während des Projektes verändert? Stefanie erzählt, sie hätten geschaut, wo unter dem Gesichtspunkt des Energiesparens Potential in ihrer Schule stecke. Dabei haben sie einen Schwerpunkt auf die Steckdosen und Lichtschalter gelegt. Im Zuge des Projektes beschrifteten die Schülerinnen alle Lichtschalter der Schule, sodass sie nun wirklich bewusst an- und ausgeschaltet werden können, und initiierten den Einbau von schaltbaren Steckdosen. Zudem hätten sie versucht, Aufmerksamkeit für die kleinen, alltäglichen Dinge bei ihren Mitschülern und Lehrern zu wecken, wie zum Beispiel das Lüften bei dauerhaft gekipptem Fenster. Was das an konkreter Einsparung finanziell oder in Kilowattstunden ausmachte, ist noch nicht abschließend analysiert. Kuck schätzt, es handele sich etwa um 800 Euro, die im Vergleich zu den Vorjahren eingespart werden können.

Die Auszeichnung durch den Ministerialdirigent Martin Eggstein in Stuttgart war für die Schülerinnen eine schöne Anerkennung für ihr Engagement. Sie freuen sich nun darauf, ihre Erfahrungen und ihr neues Wissen an jüngere Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Mentoren-Rolle weiterzugeben.

Autor: Sarah Nöltner