Sozialarbeit an der Schule

Ingrid Böhm-Jacob

Von Ingrid Böhm-Jacob

Di, 30. Juni 2015

Rheinfelden

Georg-Büchner-Gymnasium bekommt erstmals Unterstützung.

RHEINFELDEN (ibö). Immer mehr Alleinerziehende, verhaltensgestörte Schüler und Eltern die Beratung brauchen, das sind, um nur drei Aspekte anzuführen, auch am Gymnasium die Gründe nach einer halben Stelle Schulsozialarbeit zu verlangen. "Wir können es uns mit unseren Mitteln nicht mehr leisten" erklärte Direktor Hubert Wischnewski im Gemeinderat. "Der gesellschaftliche Wandel geht auch am Gymnasium nicht vorüber" begründete er den Antrag. Dass Handlungsbedarf besteht, darin stimmten alle Fraktionen uneingeschränkt zu, es wird klar erkannt, dass alle Schulen "mit Problemen zu kämpfen" haben (Regina Wessely, SPD). Eine Eindrittelfinanzierung durch die Stadt gilt als finanziell vertretbar. Auch im Interesse der "Chancengleichheit" (Anette Lohmann, Grüne) müsse gehandelt werden. Die Entscheidung, mehr in die Schulsozialarbeit zu investieren, auch die Goetheschule wird eine Kraft mehr erhalten, wird von Lohmann als "Qualitätsmerkmal einer familienfreundlichen Stadt" gesehen. Die Kommune wird zuzüglich der Landesförderung jährlich weitere 30 000 Euro bereitstellen und erwartet, dass die Förderung im Sozialministerium bewilligt werden.