Talente testen Instrumente

Roswitha Frey

Von Roswitha Frey

Mo, 09. Oktober 2017

Rheinfelden

Informationsnachmittag an der Rheinfelder Musikschule.

RHEINFELDEN. Geige, Flöte, oder doch lieber Gitarre? Oder vielleicht sogar Tuba? Instrumente ausprobieren konnten die Kinder, die mit ihren Eltern am Samstag zum Informationsnachmittag der Musikschule Rheinfelden gekommen waren. In ungezwungener Atmosphäre konnte in aller Ruhe ausgetestet werden, welches Instrument am besten zu einem passt. Viele Jungen und Mädchen, die ein Instrument lernen wollen, aber noch nicht wissen welches, nutzten diese Gelegenheit. Bei geöffneten Türen der Unterrichtsräume konnte hineingeschnuppert werden quer durch alle Fächer: ob Streicher, Bläser, Perkussion, Klavier, Gitarre oder Früherziehung.

Die Lehrkräfte erklärten den Kindern erst einmal behutsam den Umgang mit dem Instrument, beantworteten Fragen und berieten die Eltern. Geigenlehrerin Monika Kordowich zeigte dem sechsjährigen Elia und seinem kleinen Bruder Levio, wie man den Bogen bei der Geige hält. Auch Karolina versuchte gleich, der Violine ein paar Töne zu entlocken. Im Raum nebenan ließ sich Angelika von Kontrabasslehrer Bernd Schöpflin und von Cellolehrer Thomas Himmler die Streichinstrumente zeigen und strich mit Begeisterung den Bogen. "Super gemacht", lobte Schöpflin.

Blockflötenlehrerin Ursula Oberle erzählte derweil den Geschwistern Noa und Yael die musikalische Geschichte "Wie die kleinen Meisenkinder einen Raubvogel verjagen". Anhand dieses Märchens durften die beiden vier- und siebenjährigen Mädchen ausprobieren, wie Blockflöten klingen können. Auf eine Frage der Mutter meinte Ursula Oberle, dass Blockflöten-Unterricht ab fünf Jahren empfehlenswert sei.

Auch in den Unterrichtsräumen der Blechbläser war einiges los. Der siebenjährige Jakob blies derart begeistert in eine Tuba, dass es selbst Lehrer Achim Lais erstaunte. "Ein echtes Talent. Wenn man so leicht Töne rausbringt wie er, kann man sich jedes Blechblasinstrument aussuchen." Jazziges tönte aus dem Raum von Saxofonist Ralf Geisler, was begeisterte spontane Kommentare weckte: "Das war echt cool", meinten die Zuhörer.

Neben Kindern gab es auch Erwachsene, die sich mit verschiedenen Instrumenten beschäftigten. "Mein jüngster Anfänger an der Posaune war fünf, mein ältester Trompetenschüler 78 Jahre alt", erzählte Trompetenlehrer Mark Sykes. Beim Fachbereichsleiter Klavier Carl-Martin Buttgereit durften sich die Kinder an die Tasten setzen, im anderen Raum führte Michael Reidick den Neugierigen erste Griffe an der Gitarre vor.

Ob Klarinette bei Martin Litschgi, Querflöte bei Christine Schäfer, Schlagzeug bei Torsten Neumaier, Keyboard bei Myrta Bauer, Oboe bei Tabea Kunde oder Früherziehung bei Emily Enbers: Überall konnten die Besucher die Instrumente kennenlernen und damit die Unterrichtsfächer an der Musikschule. Musikschulleiter Norbert Dietrich zeigte sich erfreut darüber, dass "ganz schön viel los ist".