Die vielfältigen Facetten künstlerischen Schaffens

iwi

Von iwi

Mi, 06. Juli 2011

Riegel

16 Künstlerinnen und Künstler präsentierten sich und ihre Werke in verschiedenen Ateliers in Riegel.

RIEGEL (iwi). Riegel entwickelt sich zur Künstlerkolonie. Der stetige Zuzug unterschiedlicher Künstler ermöglichte am Wochenende, facettenreiche Künstlertage auf die Beine zu stellen. 16 Künstlerinnen und Künstler präsentierten sich und ihre Werke in verschiedenen Ateliers und bei jedem von ihnen dürften mindestens 1000 Besucher hereingeschaut haben.

Eigentlich waren die Künstlertage vor zwei Jahren ins Leben gerufen worden, um von der damals neuen Kunsthalle Messmer und ihrer Resonanz zu profitieren. Deshalb war der Termin wie jetzt auch mit der Eröffnung einer neuen Ausstellung gekoppelt worden. Da die Riegeler Kunstszene mit Fotografen und Malerinnen wie Telemach Wiesinger und Gabriela Stellino künstlerisch durchaus mindestens auf Augenhöhe mit der Messmer-Ausstellung liegen, hieß es in den Ateliers schon: Über kurz oder lang werde die Riegeler Kunstszene das Zugpferd für die Kunsthalle sein.

Wie in der Kunsthalle macht auch die Riegeler Kunstszene die Vielfalt der Perspektiven und Techniken aus. Zu finden sind Kunsthandwerker, die mit Metall, Steingut, Holz, Farbe, Tinte oder Edelsteinen arbeiten. Wo in den Ergebnissen die Grenze zwischen Kunsthandwerk und Kunst gezogen werden kann, ist schwer zu sagen. Gerade bei Porzellan, Holz und Schmuck setzt oft die nötige Praktikabilität der Ästhetik ihre Grenzen. Die Fotografenkolonie ist groß und sie hatte mit Tanja Truöl auch die jüngste Künstlerin zu bieten. Zuwachs hat die Riege jener Maler bekommen, die sich auf ungegenständliche Sujets spezialisiert haben. Dazu gehört Wolfgang Keller, der wahrscheinlich durch sein Standbein als Comiczeichner immer noch viel Figürliches in seinen Gemälden unterbringt. Nur noch einen Hauch von Gegenständlichkeit ist in den Aquarellen von Gabriela Stellino zu sehen. Sie bot zusammen mit Fernando Viani den Höhepunkt des Rundgangs durch die Ateliers. Viani hat Stücke zu Sequenzen ihrer Aquarelle geschrieben. Beides wurde zum Kurzfilm komponiert. Damit begannen die nur um Nuancen unterschiedlich gestalteten Ahnungen von Landschaften zu leben.