"Musik ist die Sprache der Engel"

Helmut Hassler

Von Helmut Hassler

Mo, 23. März 2015

Riegel

175 JAHRE MUSIKVEREIN RIEGEL: Beim Galaabend vor 400 Besuchern präsentieren sich alle Formationen des Vereins.

RIEGEL. Mit einem gelungenen Galaabend mit viel Musik, mit Ehrungen (die BZ berichtet noch) und mit zahlreichen Gratulanten und knapp 400 Besuchern startete der Riegeler Musikverein am Freitagabend in der Römerhalle unter dem Motto "175 Jahre und immer noch im Takt" in die Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen.

Um es vorwegzunehmen: Es war ein sehr schöner Abend. Alle Abteilungen und Formationen des Musikvereins, das Vororchester, das Jugendorchester, das Hauptorchester sowie die Formationen "Hohes C", "Sax’ämol" und die "Blaue Mappenfraktion" hatten an ihren Auftritt. Als besonderen Leckerbissen präsentierte der Musikverein noch den Schwarzwälder Kabarettisten Martin Wangler aus Breitnau, der als "Fideli", humorvoll durch den Abend führte.

Träger des kulturellen Lebens in Riegel

Nach dem Auftritt der Gruppe "Hohes C" mit den acht jungen Musikern Rudolf und Fridolin Huber, Laura Meyer, Patrick Schopferer, Sandra Ruf, Lätitia Maurath, Jasmin Jenger und Felix Ringswald begrüßte Vorsitzender Hardy Tiemer und dankte den Hauptsponsoren der Jubiläumsfeierlichkeiten, die den Festabend ermöglichten. Danach zeigte das Vororchester mit 17 Musikern unter der Leitung von Laura Heckel sein Können.

"Zwei Weltkriege haben den Musikverein schon zweimal in seiner Geschichte aufgelöst, aber die Musik haben diese nicht kaputtgemacht", sagte Martin Wangler. Bürgermeister Markus Jablonski würdigte, dass der Musikverein im kulturellen Leben Riegels nicht mehr wegzudenken sei. Seine Bedeutung spiegle sich in der Anerkennung der Bevölkerung wider.

Monika Michel, die Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, der der Musikverein seit 45 Jahren seit deren Bestehen an angehört, zitierte Richard Wagner: "Musik ist die Sprache der Engel", und "Musik ist die Sprache der Leidenschaft." Sowohl Markus Jablonski als auch Monika Michel hatten dem Musikverein einen ansehnlichen Geldbetrag überwiesen.

Danach unterhielt das 30-köpfige Jugendorchester unter der Leitung von Lisa Kietz mit zwei Stücken.

Beim Musikverein liegen alle drei Dirigentenposten in weiblicher Hand: Laura Heckel dirigiert das Vororchester, Lisa Kietz das Jugendorchester und Katja Wößner das Hauptorchester. Alle drei erhielten von Hardy Tiemer an diesem Abend einen Blumenstrauß. Rita Fuchs war in den 60er Jahren die erste Musikerin im Verein, seitdem spielen Frauen fast in allen Register des Orchesters.

"Sax’ämol" heißt die Gruppe mit den fünf Saxophonisten Daniel Kietz, Axel Ringswald, Silke Luksch, Anna Kammers und Sabine Kietz, die zwei Stücke aus ihrem umfangreichen Programm spielten.

Danach kamen die Glückwünsche des Präsidenten des Blasmusikverbandes Kaiserstuhl-Tuniberg, Rainer Gehri aus Hausen, der den Riegeler Verein für seine vorbildliche Arbeit im Verein, im Vorstandsteam und der Jugendarbeit lobte.

Formation "Die blaue Mappe" setzt den Schlusspunkt

Mit den vier Stücken "Der Glory Fanfare" von Otto M. Schwarz, dem "Dialog der Generationen" von Kurt Gäble, der "South Rampart Street Parade" und den "Rhine River Impressions" von Mario Bürki begeisterte dann das Gesamtorchester unter der Leitung von Katja Wößner die Zuhörer in der Halle. Gleich mehrere Solisten hatten dabei ihre Auftritte.

Den Schlusspunkt des musikalischen Programms setzte dann die Fraktion "Die blaue Mappe" mit Rudolf und Fridolin Huber, Daniel Kietz, Laura Meyer und Felix Ringswald. Mit ihren volkstümlichen Weisen, die an diesem Abend sicherlich zu kurz gekommen waren, sorgten sie nochmals für Stimmung in der Halle.

Zum Schluss zog Martin Wangler mit seinem Blumenlied, dem Enthemmungszauber und seinem "Hajo, hajo, hajo" das Publikum in seinen Bann. Hardy Tiemer dankte allen Mitwirkenden, der Narrenvereinigung "Lustige 13", die die Bewirtung übernommen hatten, der Licht- und Tontechnik mit Markus Karotsch sowie Sabrina und Selin Langenbacher, für die Bilderausstellung hinten in der Halle.