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16. September 2015

Ein neues Spiel mit den Aromen

"Heckenrose" in Ringsheim kreiert Stammtisch "Craftbeer und Kulinarik".

  1. So könnte der „Vesperteller“ zum Craftbeer-Abend aussehen. Foto: Privat

RINGSHEIM. Bier steht für Geselligkeit, Lebensfreude und Genuss. Vor allem Letzteres haben Matthias Echle, Claire Meyer zur Capellen und Mike Germershausen im Fokus, wenn es um das neueste gemeinsame Projekt geht: den Craftbeer-Stammtisch. Am Donnerstagabend dieser Woche soll er zum ersten Mal im Restaurant Heckenrose in Ringsheim angeboten werden.

Der Impuls zum Stammtisch kam von Matthias Echle, Chef eines Edeka-Marktes in Herbolzheim. Beruflich hat Echle einige Jahre in Hamburg verbracht und die Craftbeer-Szene kennen gelernt. Craftbeer ist der englische Ausdruck für traditionelle und handgemachte Biere, die sich von der Massenware deutlich unterscheiden – und auch preislich abheben. Dass für eine 0,75 Liter Flasche Craftbeer ein zweistelliger Euro-Betrag hingeblättert werden muss ist, eher die Regel und nicht die Ausnahme. "Als ich im Markt in Herbolzheim die ersten Marken Craftbeer angeboten habe, haben mich viele für verrückt gehalten. Aber es gibt einem Markt hierfür – nicht nur in Großstädten, sondern auch im ländlichen Raum", erklärt Echle. Und dennoch brauche es noch Impulse, um dieses besondere Bier zu etablieren, erkannte Echle. Einen ersten Versuch unternahm Echle vor wenigen Wochen mit einer Kooperation mit Mike Germershausen und Claire Meyer zur Capellen, die seit 2011 die "Heckenrose" führen. 2013 erhielten Küche und Küchenchef Mike Germershausen sogar eine Erwähnung im Michelin-Führer als sogenannte Bib-Gourmand, als "gute Küche zu moderaten Preisen".

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Ein "Bison-Tasting" – Bison-Fleisch in mehreren Variationen zu einem Menü zubereitet und mit Craftbeer serviert – wollten 60 Personen mitmachen. Ein zweiter Wurf soll nun mit dem Stammtisch "Craftbeer und Kulinarik" gelingen. "Im Mittelpunkt wird das Bier stehen, das sind wir schon der Assoziation mit Stammtisch schuldig. Wir werden deshalb auch das Ambiente im Restaurant auf die Atmosphäre abstimmen. Neben dem Bier wollen wir aber noch einen zweiten Akzent setzen und ein bisschen auf dem Teller experimentieren. Mich reizt hier das Spiel mit den Aromen", erklärt Küchenchef Mike Germershausen.

Ehefrau Claire bringt noch einen weiteren Gedanken mit ein. Selbst ein Fan von Craftbeer, will sie den Stammtisch nicht nur für Liebhaber "handgemachter" Biere etablieren, sondern die Fangemeinde an diesen Abenden auch mit Fachleuten zusammenbringen. "Es gibt auch in der Region Craftbeer-Brauer, zum Beispiel Veronique Reynaert aus Orschweier. Wir wollen diesen Brauern mit dem Stammtisch eine Plattform bieten, ihre Biere vorzustellen und mit den Stammtischlern auch ein wenig zu fachsimpeln, denn auch das gehört ja zu einer Stammtischkultur dazu", sagt Meyer zur Capellen.

Ein bisschen von der sonst gepflegten Stammtischkultur wird der Stammtisch "Craftbeer und Kulinarik" aber doch abweichen. Die Zahl der Sitzplätze bleibt begrenzt, weshalb es ohne Anmeldung keinen Platz am "Heckenrose"-Stammtisch geben wird. Erster Stammtisch ist am morgigen Donnerstag, 19.30 Uhr. Weitere sollen im Monatsrhythmus folgen.

Weitere Informationen und Reservierungen unter http://www.edeka-echle.de

Autor: Klaus Fischer