Lions Head

POP: Auf der Suche nach der Identität

Stefan Rother

Von Stefan Rother

Mi, 28. Dezember 2016

Rock & Pop

Einen Kessel Buntes präsentiert Ignacio "Iggy" Uriarte auf dem Debütalbum seines Projekts Lions Head. Dabei sieht es zunächst so aus, als gehe der gebürtige New Yorker hier auf Nummer sicher, denn der vorab veröffentlichte Hit "When I Wake Up" gibt auch den Takt für die erste Hälfte des Albums vor: Entspannte Beats und eine ebensolche Stimme treffen auf melodiösen Indie-Gitarrenpop. Ab der zweiten Hälfte rückt dann aber die Tanzflächen-Tauglichkeit deutlich in den Vordergrund und bei "Senorita" kommen dem Titel entsprechend auch noch Latino-Elemente hinzu. Textlich geht es bei Iggy oft ums Unterwegssein – verständlich, denn nachdem er seine amerikanische Heimat verlassen hatte, um quer durch Europa zu reisen, landete er schließlich in München. Dort tat er sich mit dem Produzenten Filip Bakija alias DJ Chrome zusammen und schaffte bereits im Sommer 2015 seinen ersten Hit mit dem locker-leichten "Begging", das sich ebenfalls auf dem Album findet. Das Dutzend Songs zeigt, dass sich der Sänger noch auf der Identitätssuche befindet, das Spiel mit den verschiedenen Genres beherrscht er aber schon sehr professionell.

Lions Head: Lnzhd (Sony)