Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

15. Oktober 2014 14:46 Uhr

Neue Pläne

Der Europa-Park-Wasserpark wird eine Nummer kleiner

Der geplante Wasserpark des Europa-Parks wird vorerst eine Nummer kleiner. "Das Projekt hat sich weiter verändert", hat Michael Kreft von Byern von der Geschäftsleitung des Unternehmens am Dienstag gesagt.

  1. Der Water Cube Park in Peking – auch in Rust soll ein großer Wasserpark entstehen. Foto: Picture alliance

RINGSHEIM/RUST. Von der ursprünglichen Planung einer größeren, geschlossene Badehalle habe man Abstand genommen, erklärte Michael Kreft von Byern zu Beginn der Sitzung des Zweckverbandes Tourismus-Dienstleistung-Freizeit Ringsheim/Rust (ZVT). Der Entwicklungsschritt sei zu groß, die Kosten zu hoch. Stattdessen soll eine kleinere Halle mit einer Fläche von 19 000 Quadratmetern entstehen. Zugleich werde in der ersten Phase ein Hotel gebaut, analog dem Bell Rock (aber ohne Schwimmbecken), weil die Nachfrage nach Übernachtungen sehr hoch sei und die Region dies nicht befrieden könne, so Kreft von Byern.

In weiteren Schritten soll der Außenbereich (Außenbecken) entwickelt und der Indoorbereich erweitert werden. Mehr Flexibilität und eine geringere Herausforderung an die Infrastruktur seien damit verbunden. Dies reduziere auch den Wasserverbrauch. Die Befürchtung, dass das Trinkwasser knapp werde, werde laut Kreft von Byern vom Fachberater Peter Sackmann nicht geteilt, da leistungsfähige Ringleitungen die Gemeinden absichere. "Die Wasserversorgung des Parkes wird mit einem eigenen Brunnen erfolgen." Man sei in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, erste Bohrungen hätten gute Ergebnisse gebracht, möglicherweise mit Trinkwasserqualität. Regenwasser soll durch Versickerung abfließen, Schmutzwasser durch moderne Technologie reduziert und danach zum Verbandssammler in Kappel zugeführt werden.

Werbung


Laut dem für den Flächennutzungsplan zuständigen Planer Holger Fischer fehle zum Bebauungsplan, der im Januar 2015 fertig sein soll, nur der Fachbeitrag Naturschutz. "Wir sind noch im Gelände, die Vegetationsperiode ist unser Spielraum", erklärte Gerhard Babik, Fachplaner für Ökologie und Artenschutz, "erste Ergebnisse sind im November zu erwarten." Zu lösen sei besonders das Hauptproblem Fledermäuse und Brutvögel.

"Wenn Rust dicht ist, ist die Ritterstraße die Nabelschnur." Bürgermeister Kai-Achim Klare
Breiten Raum in der Diskussion nahm die künftige Verkehrsführung – besonders für den ankommenden Besucherverkehr über einen Bypass zur verlängerten Ritterstraße – ein. Fallen die Besucherzahlen geringer, könnte auf eine Unterführung der Ritterstraße verzichtet und den Besucherverkehr über einen Kreisverkehr angebunden werden. "Die Ritterstraße wird leiden", argumentierte Gemeinderätin Elke-Maria Ringwald aus Rust, denn die Ruster würden auf der Fahrt zur Autobahn am Kreisverkehr im Stau stehen. Die Befürchtung teilte auch Bürgermeister Kai-Achim Klare: "Wenn Rust dicht ist, ist die Ritterstraße die Nabelschnur."

Ein Ringnetz von Fahrradwegen soll das Gebiet für Radfahrer erschließen, so der Entwurf von Peter Sackmann, der erwähnte, dass die Grundsätze mit der Verkehrsbehörde abgestimmt seien: "Wir legen mit der Planung los". Eine weitere Entflechtung der Verkehrsströme werde der Ausbau des erweiterten Autobahnanschlusses bei Ringsheim bringen, nachdem durch ein Verwaltungsgerichtsverfahren in anderer Sache das Projekt ins Stocken gekommen sei, sagte Michael Thoma, der Anwalt des Europa-Parkes. Der von Süden ankommende Verkehr sorgt am östlichen Bypass-Kreisverkehr für längere Staus. Mit einer direkten Zufahrt zur Kreisstraße sollen Staus verhindert werden. Zuständig für das Projekt sei nicht mehr das Landratsamt, sondern das Regierungspräsidium Freiburg.

In der ersten Jahreshälfte 2017 rechnet Michawl Kreft von Byern mit der Eröffnung des ersten Teilbereichs des Wasserparkes (erste Indoorhalle und Hotel). Doch zuvor sind nun die Fachgutachter und die Genehmigungsbehörden am Zug.

Mehr zum Thema:

Autor: Adelbert Mutz