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27. Januar 2016 16:15 Uhr

In Rust wird wird investiert

Europa-Park plant neuen Themenbereich Irland

In Rust stehen große Investitionen an: Der Europa-Park plant einen neue Irischen Themenbereich und ein asiatischer Investor kauft Land und plant neue Hotels.

  1. Die neue irische Kinderwelt Foto: Europa-Park

  2. Das „Hotel am Park“ wird teilweise abgerissen, es entsteht dafür ein Apart-Hotel. Foto: Bernhard Rein

  3. Das bisherige Wiki-Land wird umgestaltet. Foto: Europa-Park

Grünes Licht gab der Bauausschuss des Gemeinderats Rust für zwei Großprojekte: Die MWG Germany Immobilien Gesellschaft darf den Ostflügel des bestehende Gebäudekomplexes "Hotel am Park" in der Austraße ebenso abreißen wie drei kleinere Gebäude auf dem angrenzen Grundstück.

Beide Immobilien sind in Besitz der Gesellschaft. Auf dem Areal soll ein Apart-Hotel entstehen (wir berichteten). Auch der Europa-Park investiert einmal mehr in großem Stil: In einen neuen Themenbereich Irland, der Wikiland ersetzen wird, und in ein neues Logistikzentrum auf dem Areal des früheren Mitarbeiterparkplatzes.

Neues Gesicht für das Wikiland

Die grüne Insel Irland soll die Kulisse für einen neuen Bereich für junge Familien im Europa-Park bilden, womit die bisherige Fläche der "Welt der Kinder" (Wikiland) ein komplett neues Gesicht erhalten wird. Gestaltet werden soll das von drei Seiten durch Wasserläufe begrenzte Areal im Stile eines idyllischen irischen Fischerörtchens.

Kinderschiffschaukel und Kinderachterbahn sollen zentrale Elemente neben gastronomischen Bereichen sein. Auch eine Indoor-Spielewelt wird entstehen und damit wohl die Spielewelt nahe der Eingangshalle zur Silverstar-Achterbahn ersetzen. Für diesen Bereich plant der Park eine neue Nutzung.

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Indoor-Spielwelt mit Rutschturm

Die Indoor-Spielewelt im Irischen Themenbereich im Grenzbereich des Parkgeländes sorgte im Bauausschuss für Bedenken. Denn zum einen soll in den Gebäudekomplex, der im Stile einer Burgruine gebaut wird, ein Rutschenturm integriert werden, über den Kinder Höhe gewinnen und sowohl in den Indoor-Bereich als auch in den angrenzenden Außenbereich rutschen können.

Auf Nachfrage von Elke Ringwald (ABFR), ob an die Lärmbelastung für die Angrenzer gedacht sei, erklärte Thomas Renner-Boh, Baumanager im Europa-Park, dass der Turm aus Beton und nur in Teilen offener Bauweise errichtet werde und den bisherigen Rutschenturm aus Holz ersetzen solle. Die dem Dorf zugewandten Seiten des Turmes würden komplett geschlossen.

Geplant hat der Park auch einen an die Spielehalle angedockten VIP-Bereich, in den sich bekannte Persönlichkeiten mit ihren Familien vor Autogrammjägern und Selfie-Fotografen zurückziehen können. Zum VIP-Bereich gehört eine Dachterrasse. "Ein Raum im zweiten Obergeschoss ohne Dach mit Blick auf das Parkgelände. Ich sehe nicht, dass von diesem Bereich eine Lärmbelästigung für die Anwohner ausgehen kann", erklärte Renner-Boh auf erneute Nachfrage zu dieser Thematik.

Kinder-Achterbahn noch Verschlusssache

Zum Themenbereich werden zwei neue kindgerechte Fahrgeschäfte zählen, wovon die sogenannte Kinder-Achterbahn noch als Verschlusssache gehandelt wird. Schon vorgestellt wurden derweil die Pläne für eine Art Indoor-Schiffsschaukel mit dem Arbeitstitel "RockinTug" in der Nordost-Ecke des Areals. Derzeit sind die Bauarbeiten im neuen Themenbereich schon voll im Gange. Allerdings kündigte die Parkleitung schon heute an, dass zum Start in die Sommersaison eine Woche vor den Osterferien das Projekt noch nicht abgeschlossen sein wird. Mit einer Öffnung des neuen Themenbereichs sei an Pfingsten zu rechnen.

In Angriff nehmen wird der Europa-Park in den nächsten Wochen auch den Bau eines neuen Logistikzentrums auf dem Areal des früheren Mitarbeiterparkplatzes östlich der Europa-Park-Straße zwischen Blue-Fire-Achterbahn und Euromaus-Kreisel. Über das neue Logistikzentrum soll einmal die komplette Anlieferung von Waren beispielsweise für die Gastronomie erfolgen, weshalb unter anderem großzügige Kühlräume zum Zentrum zählen werden. Während der Bauphase hat sich der Europa-Park Lagerkapazitäten in Herbolzheim auf dem ehemaligen Greschbach-Gelände gesichert.

Was kommt nach dem Abriss?

Einige Millionen Euro wird die MWG Germany Immobilien GmbH in ein Apart-Hotel-Projekt an der Austraße gegenüber dem Busparkplatz am Haupteingang des Euro-Park stecken (wir berichten ausführlich in der BZ vom 26. Januar). In einem ersten Schritt soll der östliche Block des "Hotel am Park", das die Gesellschaft im Sommer 2014 angeblich für einen zweistelligen Millionen-Betrag gekauft hat, abgerissen werden; ebenso drei Gebäude (Wohnhaus, Garage, Schuppen) auf dem östlich angrenzen Grundstück, das bis zur Kurve in Richtung Elzbrücke reicht. Auch dieses Grundstück gehört der MWG.

Auf dem Areal soll das Apart-Hotel in exklusiver Ausstattung gebaut werden. Die Investoren schließen nicht aus, dass Mittel- und Westbau des "Hotel am Park" zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls abgerissen werden und an dessen Stelle ein zweiter, sich in das Apart-Hotel integrierender Bau errichtet wird.

Dem Antrag auf Abriss wurde im Bauausschuss zugestimmt. Ewald Scherer (FW) kommentierte: "Wir sind gespannt, was nun kommt". Nach Informationen der BZ werden Pläne, die im vergangenen November dem Gemeinderat unter Ausschluss der Öffentlichkeit bereits vorgestellt wurden, derzeit überarbeitet.

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Autor: Klaus Fischer