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29. Mai 2008

Europa-Park wächst und wächst

Gestern gab es den ersten Spatenstich für eine neue Zufahrt zu den Besucherparkplätzen und einer Parkerweiterung um 15 Hektar

  1. Wer will fleißige und attraktive Bauarbeiter sehen, der muss in den Europa-Park gehen: Das „EP-Team“ vom Bau mit Roland Mack, Günter Gorecky, Heidi Götz und Jürgen Mack auf der Baggerschaufel (von links). Foto: DEcouX-KOne

RUST. Der Europa-Park Rust wächst und wächst. Gestern gab es den symbolischen ersten Spatenstich für eine neue Zufahrtsstraße zum Besucherparkplatz, die einmal südlich der bestehenden Zufahrt verlaufen und damit eine Erweiterung der zusammenhängenden Parkfläche um weitere 15 Hektar erlauben wird. Auf einem Teil dieser Erweiterungsfläche soll schon bis zur Sommersaison 2009 ein neuer Themenbereich entstehen und auch eine zweite Achterbahn gebaut werden.

Mit dem Bau der neuen Zufahrtsstraße öffnet der Europa-Park zugleich ein neues Kapitel in seiner Firmengeschichte. "Die Erweiterung ist der Schlüssel für die weitere Entwicklung des Parkes", erklärte Roland Mack, geschäftsführender Gesellschafter des Vergnügungsparkes, gestern beim ersten Spatenstich. Erst aus der Vogelperspektive werde so richtig deutlich, dass die Erweiterung nicht willkürlich, sondern an der richtigen Stelle angepackt werde. Sie passe ideal in die Logistik des bestehenden Parkes und stelle zugleich einen behutsamen Eingriff in die Landschaft dar. Mack betonte an dieser Stelle, dass der Park die Straße mit rund drei Millionen Euro selbst finanziere und darüber hinaus eine sechsstellige Summe in ökologische Ausgleichsmaßnahmen sowohl auf Ruster Gemarkung als auch auf den Gemarkungen Rheinhausen und Kappel-Grafenhausen fließen würden.

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Rund acht Jahre Vorlaufzeit habe dieses Erweiterungsprojekt, erklärte Mack. Denn acht Jahre habe es gedauert, um mit 62 Grundstückeigentümer handelseinig zu werden. Erworben hat das Familienunternehmen südwestlich der Hotels 150 000 Quadratmeter (15 Hektar) Fläche. Auf ihr wird im Abstand von etwa 100 Metern südlich der bestehenden Zufahrt zu den Besucherparkplätzen die neue Zufahrt vom Hotel-Kreisel aus entstehen. Rund vier Hektar Fläche wird die neue Straße verbrauchen. Auf der Restfläche – dazu gehört dann auch die Rückbaufläche der aktuellen Zufahrtsstraße – sollen neue Themenbereiche entstehen. In der Saisoneröffnungspressekonferenz war noch die Rede davon, dass zumindest einer der neuen Themenbereiche ein osteuropäisches Land symbolisieren werde. Ganz sicher werde der neue Themenbereich auch eine neue Achterbahn erhalten, nicht so groß dimensioniert wie der Silver-Star, aber nicht weniger spektakulär, erklärte Michael Kreft von Byern am Rande des Festaktes. In einem ersten Bauabschnitt soll parallel zum Straßenbau (1600 Meter Straßenlänge, 25 Meter Breite), der bis Januar 2009 abgeschlossen sein wird, auf einem Drittel der Erweiterungsfläche bis zum Saisonstart 2009 ein erster neuer Themenbereich stehen. In den Folgejahren soll die Fläche dann nach und nach bebaut werden.

Dass Roland Mack beim gestrigen Festakt nicht nur das Projekt selbst und damit verbundenen Entwicklungschancen des Parkes in den Vordergrund schob, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Behörden explizit lobte, kam bei der ersten Landesbeamtin des Kreises, Heidi Götz, nicht nur gut an, sie spielte den Ball auch prompt zurück. Der Europa-Park sei nicht nur ein "herausragender Arbeitgeber " in und für die Region, er stelle auf vielfache Weise und für jede Generation nachvollziehbar Europa und damit auch den Gedanken des Eurodistrikts in den Mittelpunkt seines Wirkens. Das stärke die Region und den Ortenaukreis. Rusts Bürgermeister Günter Gorecky sah in der nun begonnen Erweiterung gleich zwei Erfolgsgeschichten weitergeschrieben – die der Gemeinde Rust und die des Europa-Parkes. An beiden würde von beiden Seiten seit nunmehr 35 Jahren geschrieben. Die Erweiterung habe nicht nur einen wirtschaftlichen Effekt für den Park und die Tourismusbranche im Ort und seinem Umland, sie verbessere auch die Verkehrsinfrastruktur der Gemeinde. Denn parallel mit der Erweiterung würde auch das Rad- und Wirtschaftswegenetz im Südwesten des Ortes verbessert. "Wir können seitens der Verwaltung und des Gemeinderats und der Menschen in Rust sagen, dass dieses Projekt unseren Interessen entgegenkommt und einige Wünsche damit erfüllt werden", sagte Gorecky und griff gemeinsam mit den Macks zum Spaten.

Autor: Klaus Fischer