Europa-Park

Seilbahn liegt auf Eis

Klaus Riexinger

Von Klaus Riexinger

So, 09. Dezember 2018

Rust

Der Europa-Park hat am Freitag überraschend sein umstrittenes Seilbahnprojekt auf Eis gelegt. Geschäftsführer Michael Mack teilte mit, dass sich der Freizeitpark mit dem Gemeinderat in Rust auf ein fünfjähriges Moratorium geeinigt hat. In dieser Zeit will der Europa-Park prüfen, wie sich die Seilbahn, die den Park mit dem Elsass verbinden soll, ohne Beeinträchtigung der Natur realisiert werden kann. Mack strebt dafür einen ausführlichen und offenen Dialog mit Bürgern, der Gemeinde Rust, der Politik und Verbänden an. Insbesondere Naturschutzverbände haben das Bauvorhaben, das zwei Naturschutzgebiete tangieren würde, scharf kritisiert. Der Europa-Park betont, dass er eine Entscheidung anstrebt, die von der Region mitgetragen wird. Der Park habe seinen Erfolg der hohen Akzeptanz in der Region zu verdanken.

Der BUND Südlicher Oberrhein begrüßt den Schritt, "der Druck aus dem Kessel nimmt", wie Geschäftsführer Axel Mayer mitteilt. Er warnt aber zugleich, dass die massiven Parkplatzprobleme des expandierenden Parks auch in fünf Jahren nicht auf Kosten der Natur gelöst werden dürften. "Wenn Herr Mack den Park endlich besser an den ÖPNV anschließen will, wenn ein ICE-Halt gefordert wird und dieser umweltfreundlich angeschlossen werden soll, dann ist der BUND gerne bereit, solche Konzepte zu unterstützen."rix