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13. Mai 2016 21:06 Uhr

Planungsstand

Surf-Simulator, Shotgun-Falls, Skandinavien-Stil: So wird der Wasserpark vom Europa-Park aussehen

Die ersten vorbereitenden Arbeiten für den neuen Wasserparks laufen bereits. Doch wie das neue Erlebnis-Ressort aussehen soll, war bislang unklar. Nun liegen der BZ detaillierte Pläne vor.

  1. Ein Teilbereich soll im Herbst 2016 eröffnet werden. Foto: Carlotta Huber

  2. Ansicht Ost Foto: Europa-Park

  3. Ansicht West Foto: Europa-Park

  4. Grundriss Außenpool Foto: Europa-Park

  5. Schrittweiser Ausbau Foto: Europa-Park

  6. Bekannte Flächenaufteilung Foto: Europa-Park

Wellenbad, Strömungskanal, Wildwasserbahn, Surfsimulator und 20 Wasserrutschen das alles wartet auf die Besucher vom neuen Wasserpark des Europa-Parks. So groß wie zwei Fußballfelder wird der Indoor-Bereich werden, noch in diesem Herbst ist Baubeginn. Roland Mack hat exklusiv für die BZ die konkrete Planung für das Riesenschwimmbad vorgestellt.

Nicht tropisch, sondern im skandinavischen Stil

12000 Quadratmeter, also in etwa die Fläche von zwei Fußballfeldern, wird die riesige Halle mit einem muschelförmigen Grundriss überspannen. Etwa 25 Meter hoch wird das Gebäude werden und im Gegensatz zu anderen Erlebnisbädern nicht tropisch und mit Palmen, sondern skandinavisch aufgemacht sein. Über einen entsprechend thematisch gestalteten, großzügigen Eingangsbereich, dem seitlich der Umkleidebereich auf der einen und ein Restaurant mit Panoramablick in die Halle auf der anderen Seite angedockt sind, öffnet sich die neue Wasserwelt.

Activitypool mit schwimmenden Inseln zum Balancieren

Auf einer Mittelachse in Richtung gläserne Gebäudefront im Süden (Richtung Autobahnzubringer) wird sich ein Wellenbad von der Größe zweier Handballfelder, umsäumt von einem großzügigen Liege- und Ruhebereich befinden. Dahinter schließt sich ein sogenannter Activitypool an, wo auf kleinen schwimmenden Inseln balanciert oder an einem Netzwerk von Tauen über dem Wasser gehangelt werden kann. Der Platschfaktor ins Becken ist dabei programmiert. Beide Pools werden umspielt von einem Strömungskanal, teils im freien Verlauf, teils in Tunnels. Um dieses "Zentrum" herum gruppieren sich ein Wasserspielbereich für Kleinkinder, ein erster Wasserrutschen Turm mit zwei Plattformen, von denen es sich in verschiedene Rutschenröhren eintauchen lässt.

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Surf-Simulator und "Shotgun-Falls"

Ein Wildwasserbereich und ein Becken mit Surfsimulator schließen sich ebenso an wie ein Bereich mit dem Namen "Shotgun-Falls". Auf einer Rutsche ähnlich einer Sprungschanze wird "angefahren", um dann im freien Fall in einem Becken zu landen. Gleich daneben befindet sich ein zweiter Rutschturm mit drei Plattformen und waghalsigen Rutsch-Labyrinthen.
Hinter der etwa hundert Meter breiten Glasfront am südlichen Ende des Gebäudes schließt sich im ersten Bauabschnitt ein mit 2500 Quadratmetern eher bescheidener Outdoorbereich mit Pool (500 Quadratmeter Wasserfläche) und Liegemöglichkeiten für etwa 500 Badegäste an.

"Es ist für die Familie eine Frage der Standortsicherung." Roland Mack
Die Familie Mack will noch in diesem Herbst loslegen. Etwa 140 Millionen Euro wird das Familienunternehmen für eine 12 000 Quadratmeter große Halle mit Wasserattraktion und ein weiteres Hotel ausgeben. Es ist die bisher größte Investition des 1975 gegründeten Freizeitparks. Parkchef Roland Mack ist überzeugt, dass es für den Park zur langfristigen Standortsicherung keine Alternative zum Wasserpark-Projekt gibt: "Es ist für die Familie eine Frage der Standortsicherung." Ein klarer Trend in der Branche gehe zur Destination von Kurzurlauben, also zum Mehrtagesausflugsziel. Deshalb brauche der Park neben Achterbahnen neue Attraktionen, um die Besucherzahlen zu halten. Ziel sei es, die Aufenthaltsdauer der Besucher zu verlängern. Heute bleibe ein Europa-Park-Besucher im Durchschnitt 1,3 Nächte. Mit dem Wasserpark soll diese Zahl auf 1,8 erhöht werden. Deshalb wird der Europa-Park auch parallel sein sechstes Hotel in unmittelbarer Nachbarschaft zur "Schwimmhalle" umsetzen.

Um sich Impulse für die Planung des Wasserparks zu holen, ging die Mack-Familie in vielen Wasserparks auf der ganzen Welt baden – etwa auf Teneriffa, in Orlando und Wisconsin.

Öffnungszeiten weichen wegen des Verkehrs von denen des Europa-Park ab

Die Beratung hat unter anderen Chip Cleary übernommen, ein Pionier von "Wasserwelten" in den Vereinigten Staaten und Gründer des "Splish Splash Water Park" auf Long Island in New York. Darüber hinaus ergaben Befragungen unter Europa-Park-Besuchern ein klares Ergebnis: Etwa 60 Prozent wünschen sich demnach eine Wasserattraktion. Klar sei, dass die Besucher kein weiteres Sportschwimmbad und auch keine weitere Wellness- oder Saunawelt wollen, sondern vor allem Spaß für die ganze Familie.

Die Karte zeigt das geplante Ressort in der blauen Fläche, der bestehende Park erstreckt sich etwa über die gelbe Fläche.



Zielgruppe des Wasserparks sei demnach auch die Familie mit Kindern, so Kreft von Byern, Beauftragter der Europa-Park-Geschäftsführer. Außerdem soll der Wasserpark ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten, allerdings nicht auf dem Preisniveau von öffentlichen Hallen- oder Freibädern. Die Öffnungszeiten sollen vom Europa-Park abweichen, um die Verkehrsströme zu regulieren.

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Autor: Klaus Fischer