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20. Mai 2010

Vorleistung fürs neue Hotel

Gemeinderat Rust ändert den Bebauungsplan für das neue Projekt des Europa-Parks.

RUST. Weil der Europa-Park Pläne für ein fünftes Hotel in der Schublade hat, musste der Gemeinderat den Bebauungsplan für den vorgesehenen Standort östlich der Elz gegenüber dem "Colosseo" ändern.

Der Standort des Hotels ist zwischen der Kreisstraße 5349, der Peter-Thumb-Straße, der Draisstraße und der Elz geplant, betroffen sind davon die Bebauungspläne Oberfeld-Gewerbegebiet II und Mühlefeld. Widerspruch gab es von Gemeinderätin Elke Ringwald (ABFR), die dem geplanten Standort für das Hotel eine klare Absage erteilte. Sie sieht die Elz als Grenze zwischen dem Ortssetter und der Hotelanlage und hält die Überschreitung dieser Grenze städtebaulich für problematisch. Rust habe wenig Gewerbegebiete, mittel -und langfristig wären bestimmt Interessenten zu finden, so Ringwald. Auch der ursprüngliche Elzpanoramaweg würde seiner Bedeutung nicht mehr gerecht werden, wenn er zwischen zwei großen Hotelanlagen liegen würde. Nicht zuletzt hält Elke Ringwald die Emissionen, die von der Anlage ausgehen würden, für problematisch. Als alternativen Standort schlug sie den bereits vorhandenen Arrondierungsbereich des Unternehmens vor.

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Bürgermeister Gorecky entgegnete, dass im Gemeinderat bereits ein breiter Konsens über das Vorhaben bestehe. Er lehnte deshalb eine erneute Grundsatzdiskussion ab. Bei zwei Gegenstimmen von Elke Maria Ringwald und Harald Schwörer (beide ABFR) beauftragte der Gemeinderat den Stadtplaner mit der Bebauungsplanänderung.

Mit der neuen Energieeinsparungsverordnung gelten seit Oktober 2009 für private Hausbauer verschärfte Anforderungen an Energieeinsparungen für alle Wärmeerzeugungssysteme, wie zum Beispiel auch für Holz, Sonnenenergie, Erdwärme. Die Gemeinde will deshalb ihre Förderrichtlinien den gesetzlichen Änderungen anpassen. Sinn und Zweck der Förderung war, dass die Hauseigentümer mehr in die Nutzung erneuerbarer Energien investieren. Mit der Anpassung will der Gemeinderat vor allem Maßnahmen für Altbestände weiter fördern, die vor dem 1. Januar 2010 errichtet wurden, wenn sie nachweislich einer optimalen Nutzung erneuerbarer Energiequellen dienen. Eine Arbeitsgruppe soll nun einen Entwurf erarbeiten.

Autor: Adelbert Mutz