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26. Oktober 2011

Weiterhin Kritik an Park-Plänen

Gemeinderat Rust diskutiert Bebauungsplan Mühlefeld West .

RUST. Die geplante Änderung und Ergänzung des Bebauungsplanes Mühlefeld westlicher Teil zwischen Hausener Straße und Elz hat im Ruster Gemeinderat für Diskussionsstoff gesorgt. Der Europa-Park plant in diesem Gebiet ein neues Fahrgeschäft. Die kritischen Anmerkungen aus der Sitzung vom 27. September hatte das Unternehmen zum Anlass genommen, sich mit einem Anwohner in Verbindung zu setzen und den Antrag zu überarbeiten.

Stadtplaner Holger Fischer (Freiburg) erläuterte den Änderungsentwurf vor dem Gemeinderat. Das geplante Fahrgeschäft als Fortsetzung des Märchendorf wurde in seiner Ausführung kritisiert. "Wir haben damit die erste Bahn im Dorf", bemängelten Elke Maria Ringwald und Harald Schwörer (ABFR). Mit ihnen befürchtete die Mehrheit im Rat eine höhrere Lärmbelastung für die angrenzenden Wohnungen. Das eingehauste Rundfahrgeschäft mit einer Länge von 650 Metern soll laut Plan das Gebäude an zwei Stellen verlassen. Hier setzt die Kritik der Räte an. Der Park versichere zwar, dass die Bahn so sensibel gestaltet werde, dass Zusatzbelastungen der Nachbarschaft vermieden werde, dennoch blieben die Räte hier skeptisch. Die Anregung von Hans-Dieter Busch (FW), vor und nach dem Bau den Lärm zu messen und damit einen konkreten Vergleich anstellen zu können, fand die Unterstützung von Bürgermeister Günter Gorecky: "Ein sehr guter Vorschlag".

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Thomas Renner-Boh, Chef des Baumanagements im Park, und Park-Anwalt Michael Thoma kamen in der Sitzung als sachverständige Bürger zu Wort. Ihren Ausführungen nach würde das Fahrgeschäfte nicht über das Höhenniveau der Halle hinausgegen, was gleichbedeutend sei, dass keine zusätzliche Lärmbelastung entstehe. Etwa fünf Fenster, die allerdings nicht geöffnet werden können, seien vorgesehen. Die restlichen Fenster würden als "Blindfenster" ausgestaltet, so Renner-Boh. Nicht glücklich war der Gemeinderat über den geplanten Imbiss in der Halle. Dass aus ihm letztlich doch ein Gastrobetrieb werden könnte, wurde im Rat vorgebracht. "Für mich gibt es zu viele ’Wenns’", stellte Harald Schwörer (ABFR) fest. Zwei geplante Unterbrechungen des Gewässerrandstreifens am Mühlbach wurden ebenfalls kritisiert.

Der Vorentwurf wird nun noch einmal überarbeitet und am 14. November erneut im Rat zur Beratung und dann zur Entscheidung vorgelegt.

Autor: unsererm Mitarbeiter Adelbert Mutz