Straße zum Rhein bleibt gesperrt

Donnernd lösen sich Felsbrocken

Roland Vitt

Von Roland Vitt

So, 20. September 2009 um 14:05 Uhr

Sasbach

Ein Felssturz ereignete sich am Samstagmorgen am Limberg genau gegenüber des "Zollhäusles" am Rhein. Tonnenschwere Steinbrocken und Geröll lösten sich aus dem Fels und stürzten auf die Straße. Menschen wurden nicht verletzt.

SASBACH. Ein Felssturz ereignete sich am Samstagmorgen am Limberg genau gegenüber des "Zollhäusles" am Rhein. Tonnenschwere Steinbrocken und Geröll lösten sich aus dem Fels und stürzten auf die zum Rhein und zur Rheinbrücke führende Straße. Menschen kamen hierbei nicht zu Schaden.

Die Zufahrtstraße zum Rhein bleibt bis auf weiteres gesperrt. Einige Brocken kullerten bis vor das "Zollhäusle". Während des Sturzes und als die Gesteinsbrocken aufschlugen hat es viele von ihnen zerteilt. Wie durch ein "Wunder" blieben die Boote auf einem abgestellten Anhänger nahezu unversehrt. Der Hänger wurde beschädigt. Eine Straßenlaterne wurde "platt" gewalzt. Genau unterhalb der Stelle des Felssturzes ist das Eingangsportal zum Limberg. An Wochenenden und vor allem bei schönem Wetter ist der dortige Bereich von Feriengästen oft stark frequentiert. "Das war Glück im Unglück, da hätte einiges passieren können" kommentierten Anlieger. Die Gefahr ist nicht gebannt, im Felsen sind Risse sichtbar.

Anwohner am Ortsrand von Sasbach vernahmen gegen 9 Uhr seltsame Geräusche. Reinhard Weber fischte auf Höhe des Zollhäusle im Rhein, ebenso Dieter Erbsland. Es war 10.20 Uhr als sie ein "unheimliches Knirschen" vernahmen. Daraufhin gab es einen Knall wie aus einer Kanone und dann sahen die beiden, wie Fels- und Gesteinsbrocken die Wand hinunter donnerten und eine Staubwolke aufstieg.

Die beiden handelten schnell und riefen über Handy Bürgermeister Jürgen Scheiding an, der nicht in Sasbach war, aber schnell alles Nötige in die Wege geleitet. Binnen weniger Minuten waren die Feuerwehr Abteilung Sasbach mit Abteilungskommandant Peter Friedrich, einem Feuerwehrfahrzeug und zwölf Feuerwehrleuten an der Felssturzstelle. Gesamtwehrkommandant Manfred Grotz war ebenso vor Ort, wie Bürgermeisterstellvertreterin Elfi Dreher, Bauhofmitarbeiter und die Polizei.

Absperrungen wurden vorgenommen. Außerdem bestiegen Sasbacher Feuerwehrleute die Ruine Limberg und sperrten die dortigen Wanderwege. Besucher des Gasthauses "Limburg" gelangen vom Dorf Sasbach zum Gasthaus.