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01. Mai 2011 16:16 Uhr

Wein- und Maifest

Ein stimmungsvoller Festauftakt

Die Eröffnung des Wein- und Maifestes in Jechtingen war ein voller Erfolg. Mehr als 700 Besucher erlebten die große Schlagernacht mit Reiner Kirsten.

  1. Der Weinhahn sitzt, der Festwein läuft ins Glas. Von links Ortsvorsteher Reinhard Mogenstern, Bereichsweinprinzessin Natalie Henninger und Kellermeister Werner Giener. Foto: Roland Vitt

  2. Geschwätzig: Frau Wäber Foto: Roland Vitt

SASBACH-JECHTINGEN. Die "Feldberger" mit "Frau Wäber" und die "Grashüpfer" sorgten für beste Stimmung. Einen gelungenen Fassanstich legte Ortsvorsteher Reinhard Morgenstern hin. Kellermeister Werner Giener stellte den Festwein vor.

Das Jechtinger Wein- und Maifest wurde mit der Schlagernacht neu belebt. Von der bisher gewohnten Maifesteröffnung vor dem Weindorf mit musikalisch umrahmtem Fassanstich, der Vorstellung des Festweines und dem Aufstellen des Maibaumes ist man in diesem Jahr abgerückt. Statt dessen wurde die Eröffnung in die Schlagernacht im Festzelt integriert. Früher säumten bis zu 100 Gäste die Eröffnung. Am Freitag waren es um 19 Uhr bereits 400 Besucher, die der Schlagernacht entgegen fieberten, eine Stunde später waren es etwa 750 Gäste.

Alt und Jung waren vom fünfstündigen Programm begeistert. Reiner Kirsten zog die Fans und Schlagerfreunde in seinen Bann. Mit seiner Ausstrahlung gewann er schnell die Herzen des Publikums. Außerdem hatte er eine große Fangemeinde mitgebracht. Viele hielten es auf ihren Sitzbänken nicht mehr aus. Hände wurden in die Höhe gestreckt, es wurde geschunkelt, gesungen und gelacht.

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Fans bahnten sich immer wieder einen Weg vor die Bühne, umarmten Kirsten, küssten seine Wange überreichten Blumen und Pralinen. Reiner Kirsten bedankte sich artig: "Pralinen esse ich fürs Leben gerne", sagte er.

Die "Grashüpfer" und die "Feldberger" erwiesen sich als wahre Stimmungskanonen. Sie boten eine abwechslungsreiche Palette mit Hits aus den Bereichen Volksmusik, Schlager, Oldies und Rockmusik. Die "Feldberger" stellten mit ihrer Bühnenshow einmal mehr unter Beweis, dass sie nicht nur gute Musiker sind, sondern dass bei ihnen der Spaß groß geschrieben wird.

Die eigentliche Festeröffnung mit Fassanstich und Vorstellung des Festweines hatte man bewusst zwischen die Auftritte gelegt. Als Mitorganisator Werner Dutzi in das vollbesetzte Festzelt blickte, stand ihm die Freude ins Gesicht geschrieben. Dutzi begrüßte zahlreiche Ehrengäste, darunter die Weinprinzessin für die Bereiche Kaiserstuhl-Tuniberg, Natalie Henninger, und Bürgermeister Jürgen Scheiding.

Von Kellermeister Werner Giener und der Weinhoheit assistiert machte sich Ortsvorsteher Reinhard Morgenstern an den Fassanstich. Zwei, drei Schläge und der Hahn saß, ohne dass auch nur ein Tropfen daneben ging. Der Festwein konnte fließen.

"Beim Festwein handelt es sich um eine Weißwein-Cuvee des Jahrgangs 2010 aus Weißburgunder, Riesling und Muskateller", erläuterte Giener. Nach einem langjährigen Brauch wurde der Festwein nach dem zuletzt in Jechtingen geborenen Kind benannt. Es heißt Nele. Ihre Eltern waren mit auf der Bühne.

Die letzten Jahre wurde stets die am schönsten geschmückte Dorfstraße prämiert. In diesem Jahr waren es wieder einmal die "Bahnhofsträßler", die von Werner Dutzi einen Gutschein überreicht bekamen.

Weinhoheit Natalie Henninger teilte mit, dass derzeit 270 Winzerfamilien der Winzergenossenschaft Jechtingen angehören, die das Kulturgut Wein pflegen.

Nach der Eröffnung ging das Programm mit den Graßhüpfern weiter, ehe Frau Wäber (Hansy Vogt) ihren Auftritt hatte. Nach Luft ringend und total abgekämpft kam sie herein. "Das war die reinste Irrfahrt, bis ich Jechtingen endlich gefunden hatte", witzelte sie. Die Zuschauer erlebten Frau Wäber auf vielfältige Weise, mal plaudernd, mal singend, mal tanzend. Bürgermeister Jürgen Scheidung, aber auch Landes- und Bundespolitiker, wurden von Frau Wäber so richtig auf die "Schippe" genommen. Natürlich machte Frau Wäber auch kein Geheimnis daraus, dass sie immer noch auf der Suche nach dem Mann fürs Leben ist. In Jechtingen so glaubte sie, könnte der Mann wohnen, nach dem sie schon so lange sucht. Ob sie ihn an dem Wochenende gefunden hat, ist nicht überliefert.

Autor: Roland Vitt