Kunst inmitten fernöstlicher Gräser

fry

Von fry

Sa, 04. Juni 2011

Schallstadt

Am heutigen Samstag wird die Skulpturenausstellung "bambutopia" in Mengen eröffnet.

SCHALLSTADT-MENGEN (fry). Viel Zeit mitbringen sollte, wer die Vernissage der Skulpturenausstellung "bambutopia" im Mengener Bambuswald am Ortsausgang Richtung Munzingen miterleben will. Denn das Programm beginnt am heutigen Samstag, 4. Juni, um 16 Uhr mit "Harry der Zeichner" und ist um 22 Uhr noch lange nicht zu Ende, denn da geht es erst los mit einer Tanzperformance in und mit einem Teil der Skulpturen, die für diese Ausstellung neu geschaffen wurden. Dazwischen gibt es die Eröffnungsrede von Martin Hunke, einem der bambutopia-Initiatoren der ersten Stunde, eine Butotanz-Performance, die Führungen von Uwe Geigele durch seinen Bambuswald und von Markus Wurth durch den angeschlossenen Ökolandbau-Betrieb. Ein Telefonhäuschen ist Mittelpunkt einer Performance mit dem Titel "Antiquariat für gebrauchte Telefongespräche" und die Fläche davor Schauplatz eines Konzerts der mit bambutopia verbundenen Musiker, die bereits vor kurzem im Kulturverein aufspielten (die BZ berichtete): Markus Beitz, die Gruppe Saskia Kaiser, Tom Brünle, Carl Rose und Martin Gräther sowie Bruno Wiebelt und Roman Zaytsev.

Viel Neues erwartet den Besucher im Bambuswald, der sich mittlerweile auf 6000 Quadratmetern ausdehnt. Mitten im geheimnisvoll rauschenden Halbdunkel der bis zu 15 Meter hohen fernöstlichen Gräser – denn zu dieser Art gehört der Bambus – tauchen entlang der gewundenen Pfade immer wieder Objekte auf, die sich entweder direkt auf die Pflanzen beziehen oder einen reizvollen Kontrast zu ihnen bieten. Rund 20 Künstler haben sich an der diesjährigen Ausstellung beteiligt, die den ganzen Sommer über zu sehen ist. Bei einer Begehung im Vorfeld stellten Uwe Geigele, der Besitzer des Geländes, Sandra Simone Schmidt und Martin Hunke schon einmal die Skulpturen vor, deren Schöpfer bei der Vernissage zum größten Teil anwesend sein werden. Für Essen und Trinken ist gesorgt, so dass sich der Besucher unbeschwert dem Kunstgenuss hingeben kann.