Reihenhäuser in den Weiermatten?

Kathrin Blum

Von Kathrin Blum

Mo, 22. Februar 2016

Schallstadt

Der Gemeinde Schallstadt liegen nun drei Varianten vor, wie das Areal in Nähe des Gewerbegebiets bebaut werden könnte.

SCHALLSTADT. Im Baugebiet Weiermatten in Schallstadt könnten 16 Reihenhäuser entstehen. Ein entsprechendes Modell stellten Matthias Ryzlewicz und Helene Vöhringer von der Firma Weisenburger sowie Architekt Andreas Barton in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Damit liegen der Kommune nun drei verschiedene Varianten vor (siehe auch BZ vom 2. Februar).

Die Herausforderung bei der Bebauung: Das oder die Gebäude liegen in der Nähe eines Gewerbegebietes – und müssen deshalb eine Schallschutzfunktion erfüllen. Geplant ist deshalb eine Höhe der sogenannten Riegelbebauung von zehn Metern. Der Entwurf der Firma Weisenburger sieht die Errichtung von 16 Reihenhäusern vor. Eine wichtige Maßgabe für die Planer: "Die Zielgruppe sind junge Familien, deshalb müssen die Häuser bezahlbar bleiben", wie Matthias Ryzlewicz in der Sitzung erklärte.

In die Gebäude sind Garagen integriert, alle Häuser verfügen über einen kleinen Garten und ein sogenanntes Gartenzimmer im Erdgeschoss, das möglicherweise einen separaten Eingang bekommen kann. Im ersten Stockwerk befinden sich Wohnzimmer und Küche, in der zweiten Etage Schlafzimmer, im dritten Geschoss ein Dachstudio mit einer Dachterrasse. Damit die Häuser die Schallschutzfunktion erfüllen, sind sie zehn Meter hoch. Aufzüge sind nicht vorgesehen. "Die Wohnungen sind nicht barrierefrei und deshalb auch nicht für Senioren geeignet", erklärte Ryzlewicz auf Nachfrage von Wolfgang Perach (Grüne).

Baubeginn könnte Ryzlewicz zufolge noch dieses Jahr sein, die Fertigstellung wäre in diesem Fall Ende 2017 geplant. Eine gemeinsame Wärmeversorgung ist angedacht, möglicherweise wäre eine solare Unterstützung möglich. Die Häuser könnten separat und mit geteilten Grundstücken verkauft werden, eine Eigentümergemeinschaft ist nicht vorgesehen.

Geplant ist, so Ryzlewicz, ein ähnlicher Haustyp wie die Firma Weisenburger ihn bereits auf dem Ramie-Areal in Emmendingen realisiert hat. Interessenten könnten sich die Bauten dort ansehen, erklärte Bürgermeister Jörg Czybulka. Aktuell baut die Firma Weisenburger vergleichbare Häuser außerdem in der Nähe von Karlsruhe, "diese sind allerdings drei Meter niedriger", erläuterte Ryzlewicz.

Man wolle die drei dem Gemeinderat vorgestellten Varianten nun "erstmal sacken lassen", fasste Czybulka zusammen, "und dann überlegen, wie es weitergehen kann". Er selbst findet, "dass jeder Vorschlag seinen eigenen Charme hat". Letztlich sei es die Entscheidung des Gemeinderats, ob man die Häuser-Lösung für Familien oder Wohnungen für mehr Bürger und alle Generationen wolle.