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10. Juni 2011

Tanz, Musik und Skulpturen im Bambuswald

Zur Vernissage bei "bambutopia" in Mengen kamen viele Interessierte / Führungen werden auf Nachfrage angeboten.

  1. Der üppige Bambuswald in Mengen und die darin ausgestellten Kunstwerke lockten zahlreiche Besucher an. Foto: Anne freyer

SCHALLSTADT-MENGEN (fry). "bambutopia", vor zwei Jahren als neue Wortschöpfung aus "Bambus" und "Utopie" erdacht, ist zu einem festen Begriff geworden, wie der Publikumsandrang beim Auftakt zum Kunstsommer im Mengener Bambuswald bewies. Mehr als tausend Besucher, so die Schätzungen der Veranstalter, folgten der Einladung zur Vernissage und ließen sich von einem abwechslungsreichen Programm begeistern.

Bis kurz vor der Eröffnung hatten manche der insgesamt 61 Künstlerinnen und Künstler an ihren Werken gearbeitet, die nun den ganzen Sommer lang zu sehen sind. Viele Skulpturen entstanden vor Ort, inspiriert vom Zauber der natürlichen Umgebung: bis zu 15 Meter hohe Halme der fernöstlichen Gräser, denn um diese Pflanzenfamilie handelt es sich. 27 Arten sind bis jetzt auf dem mittlerweile 6000 Quadratmeter großen Areal auszumachen. Zur Verdeutlichung waren Schilder mit Namen und Beschreibungen der wichtigsten Arten und Unterarten an den jeweiligen Pflanzen angebracht worden.

Das hätte sich Uwe Geigele, als er vor 20 Jahren die ersten Bambusstauden mitten in eine Obstwiese setzte, nicht träumen lassen und schon gar nicht, was an künstlerischer Aktivität daraus entstanden ist: Installationen und Landart-Projekte, Konzerte, Fotoserien und Filme. Einiges davon stand auch diesmal auf dem Programm. Die Eröffnungsrede hielt Martin Hunke, der auf einer Autofahrt zu einem Skulpturengarten in Bayern die zündende Idee für das Mengener Projekt hatte. Seine tonnenschweren, aus Eisenteilen zusammengeschmiedeten Kugeln bildeten den Hintergrund für eine nächtliche Tanzperformance. Markus Beitz bewies sein Improvisationstalent bei einem Rundgang mit Gästen, Uwe Geigele führte durch seinen Bambuswald und Markus Wurth durch den damit verbundenen Ökolandbau. Auf dem Hauptplatz spielte die Gruppe "Sonic Imbue", zeigte Lucie Betz Butotanz und steuerte Claudia Lüdert eine Performance um ein Telefonhäuschen, jetzt "Antiquariat für gebrauchte Telefongespräche", bei.

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Die Skulpturen und Installationen im Wald selbst sind den ganzen Sommer über frei zugänglich. Ein sich deutlich vom Untergrund abhebender, mit Rindenmulch belegter Weg verbindet sie. Er soll verhindern, dass die ständig nachwachsenden Sprossen niedergetreten werden.

Ein neuer Ausstellungskatalog gibt Auskunft über die aktuellen Künstler und ist ab sofort erhältlich. Auf Nachfrage ist Uwe Geigele zu Führungen durch den Bambuswald bereit.

Kontakt: Bambutopia: Hauptstraße 2, 79227 Schallstadt-Mengen. info@bambutopia.de. Tel. 07664/962817

Autor: fry