Marvin Nöltge ist Karateka

Wie ein Hobby das Leben verändert

Jule Hintz, Johanna Köhn und Elena Lampp, Montessori-Zentrum Angell, Klasse 8r

Von Jule Hintz, Johanna Köhn, Elena Lampp, Montessori-Zentrum Angell & Klasse 8r

Mo, 26. März 2012 um 11:06 Uhr

Schülertexte

Marvin Nöltge hat gerade zum vierten Mal die deutschen Karatemeisterschaften für Behinderte gewonnen, er hat Down- Syndrom. Jule Hintz, Johanna Köhn und Elena Lampp haben ihn getroffen.

Dass Marvin Nöltge mal ein eher schüchternes Kind, war merkt man bei unserem Interview gar nicht mehr. Er wirkt selbstbewusst und stolz. "Ganz Deutschland soll wissen, dass ich Karatemeister bin", sagt der 25-Jährige ganz aufgeregt und freut sich riesig über seinen Sieg. Er hat schon acht Pokale mit dem Karatesport gewonnen. Außerdem arbeitet er auf den schwarzen Gürtel hin.

Um seine Ziele zu erreichen, trainiert er zweimal in der Woche im Verein in Emmendingen. Privat trainiert er jeden Tag: Er macht Muskelaufbautraining und Krafttraining. Er hat bereits 2001 mit dem Karatesport angefangen.

Für den November 2012 hat Marvin Nöltge schon große Pläne, dann geht’s zu den Europameisterschaften. Der junge Sportler hat auch viele andere Interessen, erzählt er uns, zum Beispiel Fußball und Reisen. Er arbeitet in einer Behindertenwerkstatt in Waldkirch. Außerdem macht es ihm viel Spaß die SC-Spiele anzusehen.

Wir waren von Anfang an erstaunt was dieser junge Mann schon geleistet hat und was man trotz körperlicher und geistiger Einschränkung für Möglichkeiten hat, um seine Träume zu verwirklichen. Sogar Autogrammkarten mit Originalunterschrift des viermaligen deutschen Meister bekamen wir geschenkt.