Viele starke Gewächse aus der Teufel-Zucht

Bettina Schaller

Von Bettina Schaller

Mo, 16. Juli 2018

Reitsport

Gerd, Jochen und Thomas Teufel halten das Erbe von Vater und Großvater hoch / Zwei von ihnen reiten auch erfolgreich.

REITSPORT. Gerd, Jochen und Thomas Teufel: Drei Brüder, die das Familienerbe ihres Vaters Walter und ihres Großvaters hochhalten, in dritter Generation den Familienbetrieb, einen Stall für Sportpferde betreiben und eine Rolle im Reitsport der Region spielen. Jochen und Thomas vertreten den RC Altenheim oft erfolgreich bei Turnieren im Land. Auch bei der Meisterschaft in Schutterwald.

Während Gerd Teufel sich mit Leib und Seele der Landwirtschaft mit Ackerbau und Schweinezucht verschreiben hat und seinen Brüdern Heu und Stroh für die Sportpferde liefert, widmet sich Walter Teufel der Zucht von Sportpferden und liefert seinen beiden Söhnen Jochen und Thomas Nachwuchspferde. Leon und sein Sohn Leonardo sind zwei solche Prachtexemplare. Leon, ein elfjähriger Holsteiner Hengst ist das Paradepferd von Jochen Teufel. Sein Bruder Thomas reitet den siebenjährigen Holsteiner Leonhard. Er stellte diesen bei der Youngster Tour vor. "Er baut ihn gerade auf", sagt Jochen Teufel. Der Bruder ist schon erfolgreich bei den Deutschen Meisterschaften mitgeritten und hat als Nachwuchsreiter bei den Jungen Reitern in Schutterwald die Meisterschaftsschärpe geholt.

Jochen Teufel selbst war beim Großen Preis von Donaueschingen schon platziert, hat Nationenpreise gewonnen und war bei der Deutschen Meisterschaft auf Corso Fünfter. Corso, eines der Erfolgspferde aus der Zucht von Walter Teufel, genießt zwischenzeitlich auf der Anlage der Familie Teufel sein Rentenalter. Ein anderes Eigengewächs aus der Teufelzucht, Al Capone, wurde als junges Nachwuchspferd verkauft und geht nun mit dem Saudi-Araber Ramzy Al Duhami siegreich auf internationalen CSI5*-Turnieren.

In Schutterwald war Jochen Teufel auch mit Arc en Ciel de Gaia, einer achtjährigen Stute aus französischer Zucht, auf der Youngster-Tour unterwegs, ebenso in den Wertungsprüfungen zur Baden-Württembergischen Meisterschaft. Auf den zweiten Platz galoppierte Jochen Teufel mit seiner Nachwuchsstute. "Für das Finale habe ich sie nicht gesattelt", erklärt der Springreiter. Sie sei noch zu jung und drei Turniertage in schweren Springprüfungen seien sehr anstrengend für die Pferde. Mit Leon unterm Sattel ging es dann ins finale S***-Springen, wo die Paarung auf den zehnten Platz ritt.

Im heimischen Stall haben die Teufels 50 Pferde stehen. Dort bilden sie allerdings nicht nur Pferde, sondern auch Nachwuchsreiter in Dressur und Springen aus. Lea Mild und Elena Suhm gehen zum Beispiel bei den Teufel-Brüdern ins Training. Thomas Teufel engagiert sich nach seinem jüngsten Masterabschluss in Wirtschaftswissenschaften auch "voll im Stall", wie Jochen Teufel sagt.

Und die Erfolge bei der

Landesmeisterschaft

in Schutterwald? "Ein tolles Gefühl, gerade mit den jungen Pferden. Gerade der achtjährige Cancant war supergut in der Youngster Tour", sagt Jochen Teufel fröhlich. Wieder ein Pferdename aus dem Stall Teufel, den sich die Reiterwelt merken wird.