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13. September 2017

Primaten sollen Grundrechte erhalten

Volksinitiative in Basel.

BASEL (sda). Eine am Dienstag in Basel eingereichte Volksinitiative verlangt, die Verankerung der Grundrechte in der Verfassung des Kantons Basel-Stadt auf Primaten auszuweiten. Lanciert hatte das Volksbegehren die Denkfabrik Sentience Politics im Juni vergangenen Jahres. Bereits im November waren die nötigen 3000 Unterschriften beisammen.

Allein der Umstand, wie schnell die nötige Zahl an Unterstützern gefunden war, zeige, dass Grundrechte für nichtmenschliche Spezies ein zentrales Anliegen seien, halten die Initianten fest. Die Initiatoren begründen ihr Volksbegehren mit der ihrer Ansicht nach ungenügenden Tiergesetzgebung in der Schweiz. Diese lasse Forschung an Primaten unter teils qualvollsten Bedingungen zu und negiere die grundlegendsten Bedürfnisse der Tiere.

Initiative nimmt Primaten im Basler Zolli nicht ins Visier

Dabei hätten nichtmenschliche Primaten ein fundamentales Interesse an ihrem Leben sowie körperlicher und geistiger Unversehrtheit. Diesen Interessen trügen die rechtlichen Bestimmungen kaum Rechnung. Sentience Politics setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der die Interessen aller empfindungsfähigen Wesen ethisch berücksichtigt werden. Ihr Volksbegehren richtet sich gegen den sogenannten Speziesismus, die Diskriminierung aufgrund der Artzugehörigkeit.

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Zoologische Gärten wie der Basler Zolli mit seiner Menschenaffen-Anlage sollen nach Angaben der Initiatoren auch bei Annahme der Initiative Primaten halten dürfen. Auch die Verwendung von Primaten für Forschungszwecke soll nicht verboten werden. Voraussetzung sei aber, dass die in der Initiative geforderten Grundrechte nicht tangiert werden. Die Initiative "Grundrechte für Primaten" ist nicht das erste Volksbegehren von Sentience Politics in Basel-Stadt. 2014 hatte die Denkfabrik eine Initiative für die Förderung fleischloser Ernährung lanciert. Der Abstimmungstermin steht noch aus.

Autor: sda