"Der Friedhof bekommt Farbe"

Beate Zehnle-Lehmann

Von Beate Zehnle-Lehmann

Fr, 20. April 2018

Seelbach

Der Gemeinderat Seelbach stimmt einem neu gestalteten Urnengrabfeld zu.

SEELBACH (bzl). Der Friedhof in Seelbach soll weiter modernisiert und entsprechend dem Bestattungstrend umgestaltet werden. Der Gemeinderat gab dem detaillierten Plan jetzt seine Zustimmung. In der Neuanlage werden zwei Urnengärten entstehen und 36 Urnenerdgräber. Weg von einer bisher geradlinigen Gestaltung möchte die Gemeinde ein zukunftsfähiges und aufgelockertes Gräberfeld mit Blumenwiesen, Wasserstelle und mehreren Sitzgelegenheiten schaffen.

Das Grabfeld 4 soll sich optisch dem anliegenden und ebenfalls neuen Feld 2 (Bild) anpassen. Bei einer kürzlichen Friedhofbegehung wurde die geplante Neuanlage vorgestellt mit Details zu Gestaltung und Arbeitsausführung. Da der Urnengarten auf große Resonanz getroffen war und nur noch wenige Gräber frei sind, wird es zwei weitere Gärten mit jeweils 16 Bestattungsmöglichkeiten für je zwei Urnen geben. Dazu kommt eine Anlage mit 36 Urnenerdgräbern, die in Betonelementen umfasst sind.

Ein "organisches Bild", so Hauptamtsleiter Siegfried Kohlmann, soll mit Wegen, Grünflächen, Blumenwiesen und einer Wasserstelle mit Quellstein geschaffen werden. In Anlehnung an die Urnengärten wird eine runde Sitzgruppe installiert. Damit werde die Fläche überwiegend durch runde und fließende Formen geprägt. Das Erstellen der beiden Urnengärten führt ebenfalls die Firma Steinmetz Göhrig aus, alle weiteren Arbeiten macht der Bauhof. Damit entstehen im neuen Feld 136 Bestattungsplätze. Im Haushalt sind für Neugestaltung 40 000 Euro bereitgestellt. Alfred Himmelsbach (CDU) sprach von einem Konzept, das sehr gut gefällt. "Der Friedhof bekommt Farbe und gestaltet sich nicht mehr grau in grau. Das Bild wird mit den Sitzmöglichkeiten und Grünflächen aufgelockert und erhält so etwas wie Parkcharakter". Wolfgang Himmelsbach (SPD) und Albert Himmelsbach (FBL) schlossen sich der Meinung des Ratskollegen an. Die Umgestaltung soll im Sommer beginnen; die Einweihung ist für Herbst angedacht.