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14. September 2009 12:52 Uhr
Jedes Jahr kommen mehr Besucher zum Burgfest in Seelbach
Über Tausend Mittelalterfans hat es am Sonntag auf die Burgruine Hohengeroldseck gezogen, wo zum dritten Mal ein Burgfest mit mittelalterlichem Flair stattfand. Ob Bogenschießen, Schwertkampf oder alte Handwerkskunst: Die über 60 Darsteller gaben sich alle Mühe die Besucher in eine andere Zeit zu versetzen.
SEELBACH. Der Termin des Burgfests fiel zufällig auf den Tag des offenen Denkmals. Für Thomas Schäfer, Bürgermeister und Vorsitzender des Vereins zum Erhalt der Burgruine, ein Grund mehr die Tore des Geroldsecks für die Besucher zu öffnen: "Ich bin begeistert über den großen Ansturm, es kommen jedes Jahr Interessierte aus der ganzen Region."
Zur Mittagszeit tummelten sich die Besucher bei spätsommerlichen Temperaturen rund um die Burgruine und ließen es sich bei Bibiliskäs, Speckbrot und anderen Leckereien gut gehen. Die Feuerwehr Seelbach bot wie jedes Jahr ein zünftiges Burgsteak und dazu ein Geroldsecker Bier aus speziellen Steinkrügen. Neben Speis und Trank sorgten zahlreiche Stände für mittelalterliches Flair. Beim Burgfest lag der Fokus vor allem auf altem Handwerk. Zwei Schmiede erklärten, wie früher Waffen hergestellt wurden, eine Goldschmiedin stellte mittelalterlichen Schmuck her und ein Steinmetz zeigte seine Arbeit. Zusätzlich gab es Bauernmalerei, Kalligrafie, mittelalterliche Kleidung und Holzschnitte zu bewundern. "Wir haben auch einen Kräuterstand. Dort wird gezeigt, welche Kräuter rund um die Burg wachsen", sagte Schäfer. Eine Lagergruppe stellte dar, wie Landknechte im Mittelalter lebten. Auch die traditionellen Schwertkämpfe und eine atemberaubende Feuershow fehlten beim Burgfest nicht.
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"Bei uns gibt es viel zu sehen und zu erleben und es passt alles zusammen", erklärte Schäfer. Und dabei wird das Fest von Jahr zu Jahr immer größer: "Wir geben uns Mühe, den Besuchern jedes Mal ein paar Neuheiten zu bieten." Für die kleinen Besucher war ebenfalls einiges geboten. Von Bogen- und Katapultschießen, über Stockbrot rösten und Ritterspielen hatte der Verein verschiedene Spiel- und Malstationen für die Kinder vorbereitet. Auch ein vorgesägtes Wappen konnte bemalt und danach mit nach Hause genommen werden. Für die musikalische Umrahmung war der Musikverein Prinzbach-Schönberg zuständig. Die Prinzbach Highlanders sorgten mit Dudelsack und Schottenrock zusätzlich für mittelalterliche Stimmung.
"Da heute auch der Tag des offenen Denkmals ist, wollen wir die Leute umso mehr auf die Geschichte der Burgruine hinweisen", sagte Thomas Schäfer. Von Joachim Landerer wurden dazu stündliche Burgführungen angeboten. Er brachte den Interessierten dabei die Geschichte der Burg und die mittelalterliche Lebensweise näher. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt in vollem Umfang der Renovation der Burgruine zu Gute. "Und das Geld wird auch dringend gebraucht, denn es stehen umfangreiche Arbeiten zur Erhaltung der Burg an", so der Bürgermeister.
Autor: ams


