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01. August 2014

Naturschutz gegen Windräder in Sexau

Landesnaturschutzverband erhebt Einspruch gegen die Pläne.

SEXAU. Der Landesnaturschutzverband hat bei der Genehmigungsbehörde Einspruch gegen den Bau von sechs Windkraftanlagen im Peterswald auf Gemarkung Sexau eingelegt. Das öffentliche Interesse am Schutz bedrohter Arten im Falle des Windparkes Sexau ist aus Sicht der Naturschützer höher zu gewichten als der mögliche Beitrag dieser Windräder zur Energiewende. Das geht aus einer Pressemitteilung des Verbandes hervor.

Er begründet seinen Einspruch vor allem mit der Beeinträchtigung der Lebensräume der geschützten Vogelarten Wespenbussard und Rotmilan. Weitere Ausschlussgründe seien das Vorkommen von Bodenschutzwald und Wildtierkorridore von nationaler Bedeutung.

Der Naturschutzverband stützt sich in seiner Beurteilung besonders auf das avifaunistische Gutachen zu dem Vorhaben, das im Auftrag des Planungsträgers erstellt wurde. Darin wurden starke Flugbewegungen von Rotmilan und Wespenbussard registriert, was darauf schließen lasse, dass der Peterswald als Brut- und Nahrungsraum diene. Weitere geschützte Vogelarten wie Baumfalke, Uhu, Schwarzmilan, Habicht, Kolkrabe, Mauersegler und Waldschnepfe kämen vor. Durch den Bau der Windräder würden die Lebensräume dieser Arten beeinträchtigt oder zerstört. Der Verband hält den Bau deshalb für unzulässig. Karten des Landesamtes für Umwelt wiesen zudem am vorgesehenen Standort nicht genügend Wind nach. In dem neuen Kartenwerk seien im Land Standorte für 2800 Windenergieanlagen erkennbar. Es gebe also genügend Alternativen zum Standort Peterswald.

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Der Naturschutzverband schreibt, dass er grundsätzlich den Bau von Windenergieanlagen als Beitrag zum Klimaschutz unterstütze. Der Ausbau der Windenergie müsse jedoch umweltverträglich vollzogen werden.

Autor: bz