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29. Juni 2015

Fakultät Digitale Medien feiert ihr 25-jähriges Bestehen

Zahlreiche ehemalige und aktuelle Studenten der Hochschule Furtwangen kamen zur Feier / Interessante Vorträge und Auftritt einer Professoren-Band.

  1. Gerd Leonhard prognostizierte künftige Entwicklung der Mediennutzung. Foto: Hochschule Furtwangen

  2. Dekan der Fakultät: Professor Martin Aichele. Foto: zvg

FURTWANGEN (BZ). Seit 25 Jahren gibt es in Furtwangen die Fakultät Digitale Medien. Mit 35 Studierenden im Studiengang Medieninformatik hat es vor 25 Jahren begonnen. Nun feierte die Fakultät Digitale Medien am Campus Furtwangen diesen Geburtstag mit über 700 Gästen.

Zwischenzeitlich hat die Fakultät rund 2000 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht. 250 Alumni besuchten für die Feier ihre ehemalige Hochschule. Aus den kleinen Anfängen ist in den vergangenen 25 Jahren eine große Fakultät an der Hochschule Furtwangen (HFU) entstanden. Heute umfasst das Angebot die drei Bachelorstudiengänge Medieninformatik, Online Medien und Medienkonzeption sowie die Masterstudiengänge Medieninformatik und Design Interaktiver Medien. Zudem wird gemeinsam mit der Musikhochschule Trossingen der Studiengang Musikdesign angeboten. Somit starten jedes Jahr 850 Erstsemestler ins Studium an der Fakultät Digitale Medien. "Diese Fakultät steht beispielhaft für die Kreativität unserer Hochschule", betonte HFU-Rektor Professor Dr. Rolf Schofer. Der Studiengang Medieninformatik hat sich zum Erfolgsmodell entwickelt, dessen Popularität ungebrochen ist. Er zieht weit mehr Bewerbungen an als Plätze vorhanden sind. Und dies seit Beginn.

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"Wir scheinen also etwas richtig gemacht zu haben", meinte Schofer. Viele Absolventen haben sich selbständig gemacht oder arbeiten in Agenturen im In- und Ausland. Für viele von ihnen war die 25 Jahr-Feier eine willkommene Möglichkeit alte Bekannte wieder zu treffen.

Am Abend gab es in der Aula zwei Vorträge: Klaus Haasis, der die Medienagentur MFG in Baden-Württemberg aus der Taufe gehoben hatte und die digitale Entwicklung maßgeblich begleitet hat, erinnerte sich an diese 25 Jahre. Und "Futurist" Gerd Leonhard gab eine Prognose ab über die künftige Entwicklung der Mediennutzung. Der Abend mündete in eine Media-Night und den Auftritt einer Professoren-Band.

Im Interview wurde der Dekan der Fakultät Digitale Medien an der HFU, Professor Martin Aichele, unter anderem zur Entstehung der Fakultät befragt: "Wie kam es hier überhaupt zu dem ersten Studiengang Medieninformatik?" Aichele erklärte: "Das geht zurück auf sehr frühe Überlegungen des Landes und ist noch mit Lothar Späth verbunden. Es gab damals eine Expertenkommission, die Ende der achtziger Jahre schon erkannt hatte, dass die Medien der Zukunft digital sein werden. Kollege Fritz Steimer hat dann mit dem damaligen Rektor Zahradnik die Chance ergriffen, den Studiengang in Furtwangen zu etablieren und einen neuen Begriff geprägt: Medieninformatik. So hat es den Begriff vorher auch im umliegenden Europa noch nicht gegeben. Die einzige Institution, die etwas in der Art schon machte, war das MIT in Boston. 1990 haben wir hier begonnen. Dieser Studiengang entwickelte sich fantastisch und hatte schon ganz früh sehr hohe Bewerberquoten – wir hatten Semester, in denen wir über 600 Bewerber für 35 Studienplätze hatten."

Autor: bz