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05. Januar 2016

Sport und Bewegung machen stark

Die BZ-Aktion "Kinder helfen Kindern" hat dem Dinglinger Haus 2000 Euro zur Anschaffung von Rädern und Kettcars gestiftet.

  1. Christian Merkle und Melanie Stöhr (rechts) präsentieren den Spendenscheck von Kinder helfen Kindern im Dinglinger Haus. Links von Melanie Stöhr Hartmut Lang, in der Bildmitte hinten Vorstand Holger Henning und links in der letzten Reihe Schulleiterin Catherine Kmitta und ihr Stellvertreter Philipp Wangler. Foto: Christoph Breithaupt

LAHR. Als Melanie Stöhr vom Verein Kinder helfen Kindern und Christian Merkle, Regionalgeschäftsführer der Badischen Zeitung, vor einigen Tagen das Dinglinger Haus besuchten, da herrschte Leben im Hof. Natürlich war der Besuch angekündigt, aber die Hauptsache für die Jugendlichen war, zu zeigen, was Spaß macht. Nämlich mit Mountainbike und Kettcars über den Hof zu brettern.

Die Jugendlichen zeigten eindrucksvoll, wie wichtig Sport und Bewegung am Dinglinger Haus sind und vor allem, dass diese Art der Bewegung Freude bereitet. Damit das so bleibt, hatten Melanie Stöhr und Christian Merkle einen Spendenscheck über 2000 Euro dabei – aus der Aktion Kinder helfen Kindern der BZ.

Holger Henning, Vorstand des heilpädagogisch-therapeutischen Heims, hatte von der Ferdinand-Fingado-Schule deren Leiterin Catherine Kmitta und ihren Stellvertreter Philipp Wangler mit dabei, um ein Stück weit die Arbeit des Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrums vorzustellen. Diplomsozialarbeiter Hartmut Lang hatte für den BZ-Besuch vorgearbeitet, denn nach der Ankündigung der Spende hatte er sich auf den Weg gemacht, zwei Kettcars und zwei Mountain-Bikes zu besorgen.

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Bewegungspädagogik wird in der Schule immer wichtiger

Lang sorgt sich um Sport und Bewegung bei den Kindern und Jugendlichen. Seine Einschätzung: "Wir Erwachsenen im Dinglinger Haus glauben, dass der Umgang und die Benutzung des Fahrrads ein wichtiger Bestandteil für die Gesundung unserer Kinder und Jugendlichen darstellt. Sport- und Bewegungspädagogik werden immer bedeutendere Bestandteile des schulischen Lernens. Sie werden in unserer Einrichtung im heilpädagogisch/therapeutischen Arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen in vielfältiger Weise eingebracht. Radfahren und die Auseinandersetzung mit dem Medium Fahrrad bieten den Kindern eine Vielfalt von Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten, dazu soziale Interaktion und soziale Integration."

Und das mit vorgegebenen Regeln, die grundsätzlich eingehalten werden müssen. Diese Regeln enthalten exakte Vorschriften, Gebote und auch Verbote. Zum praktischen Vollzug gehört dabei auch eine Radwerkstatt. Ziel der Arbeit sei es, mit den Jungen und Mädchen, die aus ganz Südbaden kommen, in der heilpädagogischen/therapeutischen Radwerkstatt mit Hilfe des Mediums Rad (Rennrad, Mountainbike, BMX, Skateboard, Kickboard und Roller) eine Vielfalt von Erfahrungen, Erlebnissen und Entwicklungsschritte zu ermöglichen. Dazu gehören der Abbau der Ich-Schwäche, das Entdecken und Entwickeln der motorischen Fähigkeiten und der bewusste Umgang mit Natur und Umwelt. Gruppenfähigkeit und soziale Kompetenz sollen gefördert werden und zu positiv erlebbaren Verhaltensänderungen und Lebenseinstellungen anregen und befähigen.

Das Evangelische Kinder- und Jugendhilfezentrum in Dinglingen besteht letztlich aus dem Bereich der Jugendhilfe mit dem therapeutischen Heim, wozu auch die Schule gehört und Ausbildungsmöglichkeiten für Hauswirtschaft, Garten-und Landschaftsbau, Malerei und Kraftfahrzeuge, daneben gibt es auch noch das Sprachheilzentrum unter der Leitung von Wolfgang Klink. Alles in allem können im Dinglinger Haus etwa 230 junge Menschen begleitet werden.

Junge Menschen, die aus ganz Südbaden nach Lahr kommen, wo sie für eine bestimmte Zeit entweder im Heim oder in Wohngruppen leben. Der überregionale Einzugsbereich war denn auch mit ein Anlass für die Aktion Kinder helfen Kindern der Badischen Zeitung, hier das sportliche Leben ein Stück weit erlebbarer zu machen. Was die Gäste der Badischen Zeitung mit Freude zur Kenntnis genommen haben.

Autor: Bruno Kohlmeyer