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18. Juni 2013

Bezirkswettkampf bei bestem Wetter

StG Hochrhein für badische Meisterschaft in Langensteinbach qualifiziert / Leichtathleten brauchen Abkühlung.

  1. Den Stab in der Hand: Falko Fritz vom TuS Lörrach-Stetten Foto: Rogowski

LEICHTATHLETIK. Die Thermometer waren zum richtigen Zeitpunkt gestiegen. Leichtathleten mögen in der Regel wärmere Bedingungen, und so kam der aktuelle Temperatursprung den jugendlichen Läufern, Werfern und Springern vom Hochrhein gelegen. Am Wochenende zählte es für die weibliche und männliche U12 bis U16.

Im Europastadion Rheinfelden kämpften sie beim offiziellen Bezirkswettkampf um die Qualifikation für die badische Mannschaftsmeisterschaft, die im September in Langensteinbach ausgetragen wird. Und das zumindest in einem Fall mit Erfolg. Als das Tagwerk vollbracht war, gab es eine kühle Belohnung. Johannes Redmann, dessen Heimatverein der TV Rheinfelden ist, hatte soeben auch in seiner dritten Disziplin, der 4x100-Meter-Staffel (U 16), mit 50,47 Sekunden die erhofft hohe Punktzahl erreicht – also genehmigte er sich ein Stangeneis.

"Normalerweise macht man nur zwei Disziplinen pro Tag", sagte er entspannt, als hätte er noch einen 800-Meter-Lauf dranhängen können. Seine Lockerheit kam vermutlich auch daher, dass er ahnte, dass er und die Startgemeinschaft Hochrhein, die sich aus Rheinfelden, dem TV Grenzach und dem TuS Lörrach-Stetten zusammensetzt, sich mit 8304 Punkten aus acht Disziplinen das Ticket für die "Badische" gesichert haben. "Die sind qualifiziert. Es werden nicht viele Mannschaften kommen, die diese Punktzahl erreichen", sagte Redmanns Trainer Thomas Rist, der den Hintergrund für die StG verkürzt so erklärt: Nur noch gemeinsam ist man stark und hat eventuell eine Chance gegen die badischen Branchengrößen wie MTG Mannheim oder LG Ortenau.

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Dass Redmann bei seinen Spezialitäten Kugelstoßen (12,18 Meter/558 Punkte) und Speerwurf (41,11 Meter/573), bei denen er in Rheinfelden die höchste Einzelpunktzahl eines männlichen Athleten schaffte, jeweils die wichtige 500-Punkte-Marke knackte und viel zum Kollektiverfolg der StG beisteuerte, wunderte Rist nicht: "Er hat die körperlichen Voraussetzungen. Ich traue ihm viel zu." Der Trainer meint das grundsätzlich, sprich: Aus Redmann kann mal was werden. Rist gibt sich allerdings keinen Illusionen hin. Er hat viele kommen und gehen sehen. "Wenn die Jungs und Mädels gut sind und nach dem Abi studieren wollen, sind sie weg." Dort, wo Geld die Bedingungen optimiert; in Leverkusen zum Beispiel.

Da in Rheinfelden auch Leonard Jahnke mit dem Speer (40,71 Meter/573), Falko Fritz (beide TuS) unter anderem mit der Kugel (12,29m/562) und Felix Scheible (Grenzach) im Hochsprung (1,64m/549) sowie über 80 Meter Hürden (12,22 Sekunden/544) reichlich Fünfhunderter beisteuerten, ist die Quali für die StG letztlich wohl klar geschafft. "Alles, was über 500 Punkte bringt, ist sehr gut. Und je mehr man davon hat, desto wahrscheinlicher ist es natürlich, dass man qualifiziert ist", ordnete Rist, der Vorsitzende des Leichtathletikbezirks Hochrhein, die Leistungen ein. Gut sieht es demnach auch für die männliche U-16-Riege der LG Hohenfels aus, die in der Kategorie III, in der nur fünf Disziplinen absolviert werden, gute 4830 Punkte sammelte. Die 100-Meter-Läufer Valentin Kolaczewitz (12,57 Sekunden/534) und Yannik Probst (12,88/506), sowie Paul Filges mit der Kugel (11,04/512) sowie Kolaczewitz auch über 800 Meter (2:17,92 Minuten/ 539) sorgten in erster Linie für ein gutes Teamergebnis und distanzierten den ESV Weil (3810) klar.

Den höchsten Einzelwert der Veranstaltung schaffte Jennifer Buckel (U 14). Sie warf den 200 Gramm schweren Ball 54,50 Meter weit, was 574 Punkte einbrachte. Allerdings muss ihr Team, die LG Hohenfels, abwarten, ob es für Langensteinbach reichen wird. Neben Buckel überbot in sieben Disziplinen nur Carla Mücke über 60 Meter Hürden (10,7 Sekunden/512) die 500 Zähler. Ebenfalls sehr beachtenswerte Leistungen schafften U-16-Starterin Valerie Bitzer über 100 Meter (13,16 Sekunden/547) und im Weitsprung (4,68m/514), sowie Leonie Rübenacker (beide StG Hochrhein) über 80 Meter Hürden, wo sie in 13,46 Sekunden 504 Punkte holte. Die 500er-Marke deutlich übertraf auch Larissa Eckert (U14/TV Wehr), die im Ballwurf exakt 50 Meter (544) schaffte. Teamkollegin Mirijana Siebold landete in der Weitsprunggrube bei 4,66 Meter (512). In Rheinfelden ebenfalls im Klub der Fünfhunderter: Carolin Marchlewski (U16) auf der 100-Meter-Distanz (13,43 Sekunden/524) und im Weitsprung (4,66 Meter/512), den Lilli Richter (beide TV Wehr) noch um einen Zentimeter (513 Punkte) besser abschloss. Anna Rieber (U16/LG Hohenfels) lief die 100 Meter in 13,62 Sekunden (508 Punkte).

Autor: Uwe Rogowski