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26. Juli 2011
SSV Freiburg ist zurück in der zweiten Wasserball-Liga Süd
Sieg beim Relegationsturnier in Pforzheim / Reservemannschaft wird Meister der Verbandsliga, steigt aber freiwillig ab.
WASSERBALL (bast). Zwei Jahre nach dem freiwilligen Ausstieg kehren die Spieler des SSV Freiburg in die zweite Wasserball-Liga Süd zurück, die im November mit einem Zwölferfeld in die nächste Saison startet. Die Freiburger Reserve wurde parallel Meister der Verbandsliga, steigt aber freiwillig in die Bezirksliga ab.
Das Freiburger Oberliga-Team setzte sich beim Relegationsturnier in Pforzheim mit 4:0 Punkten und 16:11 Toren vor dem Liga-Konkurrenten 1. BSC Pforzheim (2:2, 16:5) und dem Zweitliga-Zehnten SSV Ulm 1846 0:4, 14:20) durch und nimmt nach der Rückkehr in die viergeteilte, zweithöchste nationale Spielklasse den Platz des Absteigers 1. Wormser SC Poseidon ein. Zweiter Aufsteiger ist Pforzheim, Ulm muss in die Oberliga.
Die hochmotivierten Freiburger landeten zunächst einen nicht unbedingt erwarteten 7:5 (2:0, 0:2, 1:2, 4:1)-Sieg über die Gastgeber, gegen die sie zuvor in drei Matches in der Punkt- und Pokalrunde jeweils verloren hatten. Der SSV – ohne seine Stützen Ricardo Henning (krank), Karsten Bahnsen (verletzt) und Nico Huentz, der sich für ein Jahr in Richtung Südafrika verabschiedet hat – startete mit zwei Toren innerhalb von 45 Sekunden verheißungsvoll. Im dritten Viertel gerieten die Freiburger mit 2:4 in Rückstand, ehe sich das Geschehen erneut wendete. Das SSV-Team glich aus, zeigte im Endspurt Nervenstärke und machte mit zwei weiteren Toren alles klar. Ausschlaggebend war ein treffliches Abwehrspiel gegen optisch überlegene Gastgeber. Zudem verfügte der SSV über den besseren Torhüter: Maksim Gabai wehrte unter anderem einen Strafwurf ab.
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Nachdem die Pforzheimer das zweite Spiel mit 11:8 gegen die Ulmer gewonnen hatten und damit als erster Aufsteiger feststanden, sicherten sich die Freiburger am späten Abend mit einem 9:6 (1:1, 3:3, 3:1, 2:1) gegen Ulm den Turniersieg. Die Grundlage wurde schon früh mit der 1:0-Führung gelegt, eine solide Abwehr verhinderte im ersten Viertel gleich viermal in Unterzahl den fälligen Gegentreffer, während ein vergebener Strafwurf das einzige Manko war. Bis zum 5:5 gab es fünfmal Gleichstand im offenen Schlagabtausch, ehe die Freiburger Dominanz in der Schlussphase noch mit den weiteren Treffern belohnt wurde.
Für den SSV spielten die Torleute Maksim Gabai und Christian Weller sowie Raphael Henning (fünf Tore), Michael Polyakov und Surab Kurchishvili (je 3), Armin Hasler, Johannes Michel, Jonathan Knelangen, Benedikt Hasler, Oliver Trachte (je 1) Philipp Klöckner, Reiner Hasler und Ivan Mladenovic.
In den Freiburger Freudenbecher fiel indes auch ein Wermutstropfen: Wasserballwart Armin Hasler verkündete, dass die zweite Mannschaft ihr Aufstiegsrecht in die Oberliga nach dem Gewinn des Verbandsligatitels nicht nur nicht wahrnehmen, sondern sich sogar freiwillig in die Bezirksliga zurückziehen wird. "Wir müssen in der zweiten Liga neun Stammspieler melden, das verkleinert unsere Möglichkeiten in der Reserve. Und wir müssen auch auf die Finanzen achten," sagte der 50-Jährige. Ihre letzten beiden Verbandsligaspiele gewannen die Freiburger innerhalb von 22 Stunden beim Tabellendritten SSV Zuffenhausen mit 10:7 (2:3, 3:1, 1:1, 4:2) und beim 1. BSC Pforzheim II mit 16:6 (1:0, 6:0, 2:3, 7:3). Die Tore erzielten Henning und Kurchishvili (je 7), Armin Hasler und Polyakov (je 3), Fabian Huentz (2), Michel, Knelangen, Reiner Hasler und Klöckner.
Autor: bast
