Schwaben am Notschrei vorn

Annemarie Zwick

Von Annemarie Zwick

Do, 15. März 2018

Skilanglauf

Amelie Wehrle holt beim Deutschlandpokal den einzigen Podestplatz für die Langläufer des Skiverbandes Schwarzwald.

SKI NORDISCH. Die Schwarzwälder Langläufer hatten zu ihrem Deutschlandpokal (DP) am Wochenende eine wesentlich kürzere Anfahrt als der Ausrichter TV Weiler in den Bergen. Die Schwaben von der Ostalb trugen auf dem Notschrei zwei Distanzrennen der nationalen Wettkampfserie aus. Im Einzelrennen in der freien Technik am Samstag holten die Starter der Skiverbände Baden-Württemberg (SBW) einen Sieg und einen dritten Platz. Tags darauf kamen in der Verfolgung ein weiterer Klassensieg und Rang zwei dazu.

Seriensieger Friedrich Moch vom WSV Isny gewann das Rennen der männlichen Jugend U 18 über 15 Kilometer einmal mehr mit riesigem Vorsprung. Nach 36:57,7 Minuten lag der Nachwuchsläufer aus dem schwäbischen Allgäu 1:13 Minuten vor dem zweitplatzierten Bayern. Als Achter konnte sich Valentin Haag (SV Kirchzarten/39:10,0) im ersten Viertel der 33 U-18-Starter behaupten.

Bei den gleichaltrigen Mädchen kam Lara Ketterer (SC Hinterzarten/14:45,7) über fünf Kilometer hinter ihren schwäbischen Kolleginnen Amelie Hofmann (WSV Isny/4.) und Silva Waidelich (SC Enzklösterle/9.) auf den 17. Platz. Ketterers Rückstand auf die sächsische Siegerin: 1:41,7 Minuten.

In der weiblichen U 16 stellte Amelie Wehrle erneut unter Beweis, dass sie zu den besten deutschen Langläuferinnen ihrer Altersklasse zählt. Die 15-jährige Hinterzartenerin schaffte es in 13:59,9 Minuten als Dritte aufs Siegerpodest. Schneller waren bei Nebel und plus vier Grad nur die Thüringer Siegerin Helen Hoffmann (13:33,7) und Verena Veit aus Bayern, die den Zielstrich nach 13:41,2 Minuten passierte. Als 13. und 16. sammelten auch die Breitnauerinnen Julina Klimpel und Tabea Hensler Punkte für die DP-Wertung.

Zweiter Wettkampf als Jagdrennen im klassischen Stil

Bei den Jungen der U 16 gaben über 7,5 Kilometer zwei Schwarzwälder Biathleten den Spezialisten das Nachsehen. Elias Asal vom SC Wieden demonstrierte am Notschrei, weshalb er in seiner angestammten Disziplin regelmäßig in die Entscheidung um den Sieg involviert ist. Asal ist im Biathlon oft in der Lage, einen Nachteil am Schießstand gegenüber seiner Konkurrenz auf der Laufstrecke wettzumachen. Beim Langlauf-DP erreichte der Wiedener das Ziel nach 19:24,1 Minuten und schloss den Wettkampf auf Rang sechs als bester Baden-Württemberger ab. Fabian Dietrich vom SC Gütenbach (20:14,1) schloss das Rennen als Elfter ab. Somit behauptete sich das Biathlon-Duo vor Dominik Löffler (SC St. Märgen/20:24,8/13.), Malte Strunz (SZ Brend/20:32,8/15.), Löfflers Vereinskamerad Jacob Faller (20:42,8/17.), Jannik Pfaff (SV St. Georgen/20:58,0/ 18.) und Nils Kolb (SV Kirchzarten/ 21:25,8/20.).

Der zweite Wettkampf am Sonntag wurde als Jagdrennen im klassischen Stil ausgetragen, also mit den Zeitrückständen vom Vortag. Friedrich Moch war über 15 Kilometer der U 18 erneut eine Klasse für sich. Mit seiner Laufbestzeit von 39:45,3 Minuten nahm er dem Bayern Jacob Milz, der wie am Vortag Zweiter wurde, auf der Strecke 1:10 Minuten ab und war dank seines Vorsprungs aus dem Skating-Wettkampf schon 2:23 Minuten im Ziel, als Milz ankam. Valentin Haag reichte die 13. Laufzeit (43:03,4), um seinen achten Platz im Verfolgungsrennen zu behaupten.

In der weiblichen U 18 verbesserte sich Amelie Hofmann über zehn Kilometer mit der Bestzeit von 35:01,8 Minuten auf den zweiten Platz und kam bis auf 13,1 Sekunden an die Doppelsiegerin aus Sachsen heran. Lara Ketterer überholte auf ihren drei Runden gleich sechs Konkurrentinnen und kam mit der elften Laufzeit (38:46,8) hinter Silva Waidelich (38:30,1) auch als Elfte ins Ziel.

Dagegen büßte Amelie Wehrle über 7,5 Kilometer der weiblichen U 16 mit der fünften Laufzeit (23:40,3) zwei Plätze ein und wurde Fünfte. Klimpel und Hensler liefen als 14. respektive 16. ins Ziel. Dominik Löffler verbesserte sich über zehn Kilometer mit der fünftschnellsten Zeit (32:18,1) gleich um fünf Plätze auf Rang sechs. Sein Vereinskollege Faller wurde Elfter vor Pfaff (13.) und Strunz (16.). Kolb gab auf.