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26. Mai 2017

Die Vorfreude auf die Regionalliga ist beim SC Freiburg II groß

Beim SC Freiburg II bleibt Aufstiegsteam weitgehend zusammen.

  1. Lucas Torres Foto: Patrick Seeger

FUSSBALL. Wenn in Fußballdeutschland eine Mannschaft Erfolge feiert, dann strahlen nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch die Hoteliers auf Mallorca. Der SC Freiburg II macht da keine Ausnahme: Ein Teil der Aufstiegsmannschaft verbrachte die Tage nach der Rückkehr in die Regionalliga auf der spanischen Mittelmeerinsel. Unterdessen richten Trainer Christian Preußer und Martin Schweizer, sportlicher Leiter der Fußballschule, den Blick bereits in die Zukunft: Der Kader nimmt Konturen an, die Vorfreude auf die neue Aufgabe ist groß.

"In der Regionalliga weht ein anderer Wind", weiß Schweizer. Vorletzte Saison trainierte der 37-Jährige die Zweite in der vierthöchsten Spielklasse. "Zum einen haben die Vereine im Vergleich zur Oberliga eine andere Stufe der Professionalität. Andererseits haben die Spieler, die sich zum Teil schon in höheren Ligen bewiesen haben, eine höhere individuelle Qualität." Mittlerweile tummeln sich nicht nur zahlreiche Traditionsvereine in der Regionalliga, sondern auch viele Zweitvertretungen, die zuletzt noch in der Dritten Liga aktiv waren:

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Mainz II stieg nun mit 40 Zählern ab, seit dem vergangenen Sommer ist auch die Zweite des VfB Stuttgart Viertligist. Hoffenheim II komplettieren das Trio der Teams, die als U23 eine ähnliche Struktur wie die Breisgauer vorweisen können – wenngleich zum Teil etwas finanzkräftiger. "Die Gegner sind reizvoll, das sind richtige Gradmesser", gibt Preußer zu. "Für uns wird es definitiv schwerer, aber wir freuen uns auf diese Aufgabe. Dafür haben wir ein Jahr lang hart gearbeitet."

Die Sommerpause bringt naturgemäß einige personelle Veränderungen mit sich. Die Stammkräfte Tobias Müller und Kai Eisele werden den Sportclub beispielsweise verlassen, zudem verzeichnet die Zweite einige Abgänge von Spielern, die ins zweite Glied gerutscht waren. Auf der anderen Seite kommen in Linksverteidiger Chima Okoroji (FC Augsburg II), Defensivmann Keven Schlotterbeck (TSG Backnang) und Stürmer Nico Rodewald (VfR Aalen U19) drei externe Neuzugänge. "Wir suchen noch auf ein, zwei Positionen", verrät Schweizer. Aus der eigenen U19 rücken fast alle Spieler des älteren Jahrgangs in die U23 auf – außerdem gehört der für die U19 spielberechtigte Luca Herrmann zu Preußers Trainingskader.

Die Transfers verdeutlichen Zweierlei: Erstens bleibt die Aufstiegsmannschaft weitgehend zusammen – der Lohn für eine außergewöhnliche Saison, zugleich aber auch Ausdruck der ligaunabhängigen Kaderplanung. Zweitens verstärkt sich der Sportclub nur punktuell und vertraut ansonsten der eigenen U19.

Preußer: "Wir konnten beispielsweise mit Kolja Herrmann und Fabian Rüdlin zwei U19-Spieler in ihrem ersten Jahr in die Startelf einbauen." Den Weg wolle man fortsetzen. "Die Jungen müssen kratzen und beißen, auch wenn die Anpassung an den Männerbereich individuell unterschiedlich verläuft", formuliert Schweizer die Erwartung an die Talente. Dennoch wollen sie in der Fußballschule die Fehler aus der Abstiegssaison 2015/16 nicht wiederholen: "Das Grundgerüst mit den Erfahrenen wie Ivica Banovic oder Felix Roth hat sich bewährt", erklärt Preußer. Zudem seien Spieler wie Mohamed Dräger und Manolo Rodas gereift – und nun bereit, sich in der Regionalliga zu beweisen. Die Saison startet am letzten Wochenende im Juli.

Zugänge: Jonas Busam, Robin Fellhauer, Constantin Frommann, Luca Herrmann, Jonas Huchler, Nico Hug, Tim Probst, Angelo Rinaldi, Marcel Schmitt, Lucas Torres, Kamran Yahyaijan (alle U19), Chima Okoroji (FC Augsburg II), Nico Rodewald (VfR Aalen U19), Keven Schlotterbeck (TSG Backnang).

Abgänge: Nathaniel Amamoo (Karlsruher SC), Pius Dorn, Kai Eisele, Amir Falahen, Hendrik Hofgärtner, Eric Lickert, Tobias Müller, Constantin Schöttgen, Tim Schraml, Marvin Weiss (alle Ziel unbekannt).

Autor: Dominik Hassel