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28. April 2014 10:51 Uhr

Regionalliga Südwest

SC Freiburg II verzichtet auf den Aufstieg in die 3. Liga

Die U23 des SC Freiburg bleibt in der Regionalliga. Der SC wird keine Lizenz für die höhere Spielklasse beantragen. Der Grund: Es wäre zu teuer, das Möslestadion drittliga-tauglich umzubauen.

  1. Die U23 des SC Freiburg steht derzeit auf Platz 3 in der Tabelle. Foto: Patrick Seeger

Auf einer Vorstandssitzung am vergangenen Freitag entschied der Verein, die U 23 weiter in der Regionalliga spielen zu lassen. Präsident Fritz Keller räumte ein, dass ihm dieser Schritt nicht leicht gefallen sei: "Mir tut es wahnsinnig leid für die Mannschaft, die eine tolle Saison spielt", sagte Keller gegenüber der BZ. Der SC Freiburg II liegt derzeit in der vierthöchsten Klasse als Tabellendritter nur einen Punkt hinter einem der beiden Plätze zurück, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Dritten Liga berechtigen.

"Ich habe mich schweren Herzens dazu überreden lassen, dass dies der richtige Weg ist", bekannte Keller. Die Absage konnte erst nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens getroffen werden, das der SC beim Deutschen Fußball-Bund durchlief, erklärte Sportdirektor Jochen Saier. Um das Möslestadion, das der zweiten Mannschaft als Heimspielstätte dient, drittligatauglich zu machen, wären danach Investitionen von 2,5 Millionen Euro notwendig. So müsste am Hauptspielfeld eine Flutlichtanlage errichtet werden. Zudem seien Sicherheitsauflagen zu erfüllen.

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SC sieht bessere Entwicklungsmöglichkeiten

"Die Anforderungen für kleine Vereine, die in die Dritte Liga wollen, sind hier viel zu hoch", kritisierte der Clubchef. Auch ein Ausweichen ins Mage-Solar-Stadion, in dem wegen des Umbaus sowieso ein halbes Jahr gespielt werden müsste, sei mit hohen Kosten verbunden – ganz abgesehen von der Stimmung, die eine bestenfalls vierstellige Zuschauerzahl in der großen Arena erzeugen kann.

Darüber hinaus sieht der Verein für seine Spieler im Alter von 19 bis 23 Jahren in der Regionalliga bessere Entwicklungsmöglichkeiten. Hier muss der Kader nicht durch erfahrene Kräfte, die als Stabilisatoren dienten, aufgefüllt werden. Hier seien Erfolgserlebnisse, die den Schritt ins Profigeschäft erleichtern, eher möglich. "Andere Vereine melden ihre U 23 ganz ab, für uns hat sie aber in der Ausbildung weiterhin einen hohen Stellenwert", machte Keller deutlich.

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Autor: Matthias Kaufhold