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03. Februar 2012 19:51 Uhr

Vor dem Heimspiel

SC-Trainer Streich baut gegen Bremen Startelf um

Die Aussage ist deutlich: "Wir werden mit einer anderen Mannschaft auf dem Platz stehen", sagt Christian Streich vor der Partie gegen Werder Bremen. Nach der 1:3-Niederlage in Mainz plant der Trainer des SC Freiburg seine Startformation umzubauen.

Streich geht es nicht darum, einzelne Akteure zu bestrafen. Der Coach zieht aber die Konsequenzen aus dem misslungenen Auftritt seiner Mannschaft in Mainz – eben auch in personeller Hinsicht. "Es gibt keine Entschuldigung. Wir haben verdient verloren, weil wir zu viele Fehler gemacht haben", sagt Streich. Mittels Videoanalysen seien diese Fehler schonungslos angesprochen worden. Und, das betont er besonders, jeder seiner Spieler habe sich absolut kritikfähig gezeigt.

In erster Linie, so Streich weiter, habe man entscheidende Zweikämpfe verloren. Ballverluste waren die Folge. Um diesen meist individuellen Aussetzern entgegenzuwirken, plant Streich nun auch personelle Veränderungen. Wobei er klarstellt, dass einmal mehr nicht klar sei, welche Akteure es in die Startelf schaffen werden, allerdings zeichne sich ab, wer seinen Platz räumen müsse.

Bremer Ballgewinne unterbinden

Klar ist, dass der zuletzt gelbgesperrte Johannes Flum ins Team zurückkehren wird. Seine Ballsicherheit und seine Dynamik sind im defensiven Mittelfeld unverzichtbar. Angesichts der Zweikampfproblematik dürfte Karim Guédé gute Chancen haben, den Job vor der Abwehr neben Flum zu bekommen. Immerhin liegen Guédés Stärken im physischen Bereich darin, den Gegner konsequent zu bearbeiten. Ziel ist es, den Bremern in den gefährlichen Zonen weder Räume noch Ballgewinne zu gestatten. "Karim ist eine Überlegung wert", verrät Streich, will aber die Eignungstests in den abschießenden Trainingspartien abwarten.

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Im Spiel Elf gegen Elf müssen sich dann auch andere Kandidaten beweisen. Ivan Santini zum Beispiel. Der Neuzugang kommt trotz weniger Übungseinheiten mit den neuen Kollegen durchaus schon als Sturmspitze in Frage, soll er doch über Qualitäten (wuchtiger Körper, Torabschluss, Ballsicherheit) verfügen, die dem Spiel der Breisgauer gut tun würden. "Er ist voll dabei und tut uns gut", sagt Streich zu seinen ersten Eindrücken von Santini. Gesucht wird zudem ein Innenverteidiger. Da Fallou Diagné in Mainz die Rote Karte sah und für die Partie gegen Bremen gesperrt ist, wird ein Partner für Pavel Krmas gesucht.

Beg Ferati konnte nach seiner Einwechslung in Mainz nicht überzeugen, Oliver Barth war lange verletzt – bliebe der junge Immanuel Höhn, gegen den seine Unerfahrenheit spricht. Keine einfache Aufgabe also für Streich und sein Trainerteam. Letztlich, meint der SC-Coach, werde jede Personalentscheidung knapp ausfallen: "Alle liegen sehr eng beieinander und ich habe im Training keinen gesehen, der auch nur ein oder zwei Prozent Leistung rausgenommen hat."

SC kompakt: Julian Schuster (gereizter Nerv) und Mensur Mujdza (Aufbautraining nach Mittelfußbruch) fallen weiterhin aus.

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Autor: René Kübler