Ein Zeugnis für langjährige und gute Ausbildung

Sebastian Barthmes

Von Sebastian Barthmes

Sa, 02. Dezember 2017

St. Blasien

Sechs Unternehmen aus dem Raum St. Blasien werden mit dem Voraus-Zertifikat der Handwerkskammer ausgezeichnet.

RAUM ST. BLASIEN. Gute Ausbildung soll belohnt werden – das sei schon lange in der Handwerkskammer diskutiert worden, sagte der Obermeister der Bäckerinnung Waldshut, Martin Huber aus St. Blasien. Nach einem Probelauf im Frühjahr wurde schließlich das Voraus-Zertifikat ausgeschrieben.

25 Betriebe aus dem Landkreis Waldshut, sechs davon aus den Gemeinden des Gemeindeverwaltungsverbandes St. Blasien, wurden ausgezeichnet.

Für "vorbildliche Ausbildung" erhielten das neu geschaffene Zertifikat Franz und Gabriele Bockstaller (Konditorei-Confiserie, Todtmoos), das Unternehmen Café Ell (Bäckerei und Konditorei, St. Blasien), Götte Feinmechanik (Dachsberg) Holzbau Bruno Kaiser (Bernau), Schmidt Hoch- und Tiefbau (Bernau) sowie das Unternehmen Zumkeller-Holz (Todtmoos).

Alle ausbildenden Unternehmen, die sich um das Voraus-Zertifikat beworben hatten, wurden einer Prüfung unterzogen, sagt Martin Huber: Alle Auszubildenden und auch die Ausbilder erhielten jeweils Fragebögen, die dann von der Kammer ausgewertet wurden. Danach besuchte eine Prüferin der Kammer die Betriebe. Die Antworten seien vertraulich behandelt worden – die Chefs erfuhren nicht, wie die Auszubildenden die Fragebögen ausgefüllt haben. Die Antworten bildeten aber die Grundlage für die Vergabe von Punkten in verschiedenen Kategorien. Das Zertifikat gelte nun bis 2020, um es wieder zu bekommen, müssen man sich erneut einer Prüfung stellen, sagte der Bäckermeister.

Wichtig sei das neu geschaffene Zertifikat der Handwerkskammer Konstanz für die teilnehmenden Betriebe aus mehreren Gründen: Man könne damit gut um Auszubildende werben – gerade in Zeiten, in denen die nachlassende Zahl von Fachkräften zum Problem werde, könne es durchaus wichtig sein, den eigenen Betrieb als zertifizierten guten Ausbilder zu präsentieren.

Die Wertungspunkte können den Betrieben aber auch zeigen, wo es in ihrer Ausbildung Veränderungsbedarf gibt, was sie vielleicht verbessern könnten. Man erfahre also, woran man arbeiten müsse, sagt Martin Huber.